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ILO-Bericht: 21 Millionen Menschen leisten Zwangsarbeit

ILO-Bericht  

Milliardenprofite aus Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung

20.05.2014, 09:44 Uhr | AFP, dpa-AFX

ILO-Bericht: 21 Millionen Menschen leisten Zwangsarbeit. Zwangsarbeit: Mit illegalen Geschäften werden Milliarden-Profite gemacht (Quelle: Reuters)

Zwangsarbeit: Mit illegalen Geschäften werden Milliarden-Profite gemacht (Quelle: Reuters)

Weltweit müssen mehr als 21 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten. Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden mit den illegalen Geschäften jährlich 150 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro) Profit gemacht.

Fast zwei Drittel dieser illegalen Gewinne - nämlich 99 Milliarden Dollar (71 Milliarden Euro) - würden durch die Zwangsprostitution entstehen, heißt es in der Studie der UN-Experten.

34 Milliarden Dollar werden laut ILO im Bauwesen, Fabriken, dem Bergbau und bei deren Zulieferern mit Zwangsarbeit erwirtschaftet. Neun Milliarden Dollar entfielen auf die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei; acht Milliarden Dollar auf private Haushalte, die ihren Beschäftigten gar keinen oder viel zu geringen Lohn zahlten.

Im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsarbeit in Industrieländern hatte derweil die französische Regierung vergangene Woche einen Aktionsplan vorgelegt. Erstmals werde damit eine umfassende Politik gegen die Ausbeutung von Menschen durch Zuhälterei, moderne Formen der Sklaverei etwa bei Hausangestellten, Organhandel oder erzwungenes Betteln vorgelegt, teilte das Ministerium für Frauenrechte in Paris mit.

Frankreich reagiert auf Missstände

Nach Angaben der ILO ist Frankreich vor allem ein Zielland für Menschenhändler, aber auch ein wichtiges Transitland. Der Aktionsplan der sozialistischen Regierung umfasst nun 23 Maßnahmen, um die Opfer ausfindig zu machen und die Menschenhändler-Ringe zu zerschlagen. So sollen 50 Stellen geschaffen werden, um Präventionsarbeit bei Opfer-Risikogruppen zu leisten und andere Stellen oder Ansprechpartner zu sensibilisieren. An Flughäfen und in Bahnhöfen soll es dieses Jahr dazu auch eine große Plakat-Aktion geben.

Um die Menschenhändler-Ringe zu zerschlagen, setzt Frankreich auf eine verstärkte europäische und internationale Kooperation. Justiz, Arbeitsinspektoren und Fahnder der Finanzbehörden sollen gegen die Netze jeweils vorgehen. Für die Opfer sollen Möglichkeiten unter anderem zum Ausstieg aus der Prostitution und Begleitmaßnahmen für Minderjährige geschaffen werden. Opfer sollen auch die Möglichkeit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis erhalten.

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