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Netto zahlt 7,5 Millionen Euro wegen Lohndumpings

Zeitung berichtet  

Netto zahlt 7,5 Millionen Euro wegen illegaler Werkverträge

21.05.2014, 11:27 Uhr | AFP, t-online.de

Netto zahlt 7,5 Millionen Euro wegen Lohndumpings. Netto greift tief in die Schatulle, damit das Verfahren wegen illegaler Werkverträge eingestellt wird (Quelle: imago images/Jochen Sielski)

Netto greift tief in die Schatulle, damit das Verfahren wegen illegaler Werkverträge eingestellt wird (Quelle: Jochen Sielski/imago images)

Der Discounter Netto hat wegen illegaler Werkverträge 7,5 Millionen Euro gezahlt. Wie das "Handelsblatt" berichtet, einigten sich die Einzelhandelskette und die Staatsanwaltschaft Regensburg darauf, das Verfahren gegen Zahlung dieser Summe einzustellen.

Demnach überwies der Einzelhändler 4,4 Millionen Euro an die Staatskasse. Den Betrag habe das Unternehmen nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft gespart, weil es illegale Werkverträge abgeschlossen habe, statt die höheren Tariflöhne zu zahlen. Weitere 3,1 Millionen Euro habe Netto zahlen müssen, weil auch der Sozialversicherung ein Schaden entstanden sei. Auch diese Summe sei bereits überwiesen worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Netto habe sich zu der Absprache nicht äußern wollen.

Netto und Kaufland durchsucht

"Die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse entsprachen nicht dem Inhalt der von Netto geschlossenen Werkverträge", zitierte das "Handelsblatt" aus einer Stellungnahme der Staatsanwaltschaft. Konkret sei es um Lagerarbeiter gegangen, die zwischen 2007 und 2013 über sogenannte Werkverträge in 19 Netto-Warenverteilzentren eingesetzt worden seien. "Netto konnte auf die Arbeitnehmer der Subunternehmen den gleichen Einfluss ausüben wie auf ihre eigenen Beschäftigten", erklärte die Staatsanwaltschaft demnach.

Im Januar 2012 hatte der Zoll wegen des Verdachts auf Sozialversicherungsbetrug mehr als 60 Lagerhallen, Büros und Häuser der Discounterketten Netto und Kaufland durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden Unternehmen für den Einsatz von Leiharbeitern unwirksame Werkverträge geschlossen hätten und somit Tariflöhne "erheblich" unterschritten worden seien, teilte das Hauptzollamt damals mit.

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