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Florian Homm aus Auslieferungshaft entlassen

Zurück in Deutschland  

Mutmaßlicher Anlagebetrüger Homm ist frei

05.06.2014, 09:46 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Florian Homm aus Auslieferungshaft entlassen. Florian Homm soll Investoren nach Ansicht der US-Justiz um 200 Millionen Dollar geprellt haben (Quelle: dpa)

Florian Homm soll Investoren nach Ansicht der US-Justiz um 200 Millionen Dollar geprellt haben (Quelle: dpa)

Der frühere Hedge-Fonds-Manager und mutmaßliche Anlagebetrüger Florian Homm ist überraschend aus der Auslieferungshaft in Italien entlassen worden. Er sei in sein Heimatland Deutschland zurückgekehrt, sagte Homms Anwalt Mario Zanchetti. Das Kassationsgerichtshof in Rom habe die Entlassung aus der Haft angeordnet, weil die maximal zulässige Dauer einer Auslieferungshaft in Italien überschritten worden sei.

Homm wurde nach Angaben des Anwalts bereits am Dienstagabend aus der Haft in Pisa entlassen, nachdem er mehr als ein Jahr im Gefängnis gesessen hatte. Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte laut Zanchetti Anfang Mai angeordnet, die Auslieferung an die USA auszusetzen, bis er endgültig in dem Fall entschieden hat. Wann das Gericht sein Urteil fällt, steht aber noch nicht fest.

Homm droht Haftstrafe von über 200 Jahren

Die USA hatten vor einiger Zeit ein Auslieferungsersuchen für den 54-Jährigen an Italien gestellt. Der Manager, der unter anderem mit Investitionen beim Fußball-Club Borussia Dortmund bekannt wurde, soll nach Ermittlungen der US-Justiz Investoren um 200 Millionen Dollar gebracht haben, indem er den Wert von Aktien künstlich nach oben trieb und seine Bestände verkaufte. In den USA droht Homm eine Haftstrafe von mehr als 200 Jahren.

Homm war im März vergangenen Jahres bei einem Besuch der Uffizien in Florenz verhaftet worden. Zuvor war er fünf Jahre lang auf der Flucht gewesen. Eine Auslieferung des Managers an die USA stand mehrmals kurz bevor. So hatte unter anderem das italienische Justizministerium dem zugestimmt.

Sein Anwalt hatte sich jedoch über Wochen hinweg immer wieder erfolgreich dagegen gewehrt und Einspruch eingelegt. Er hatte argumentiert, die Unterschiede zwischen dem italienischen und dem US-Rechtssystem sowie die Multiple-Sklerose-Erkrankung seines Mandanten seien nicht ausreichend berücksichtigt worden.

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