Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Arbeitgeber-Präsident Kramer: Arbeitgeber-Präsident fordert Klartext bei Zuwanderung

Künftiger Wohlstand  

Arbeitgeber-Präsident fordert Klartext bei Zuwanderung

08.06.2014, 10:49 Uhr | dpa, t-online.de

Arbeitgeber-Präsident Kramer: Arbeitgeber-Präsident fordert Klartext bei Zuwanderung. Zuwanderer sollen das deutsche Wohlstandsniveau retten (Quelle: dpa)

Zuwanderer sollen das deutsche Wohlstandsniveau retten (Quelle: dpa)

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer hat von der Bundesregierung gefordert, für mehr Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer zu sorgen. "Die Politik muss offen und ehrlich sagen, dass wir auf eine gesteuerte und gezielte Zuwanderung angewiesen sind, wenn wir unser Wohlstandsniveau halten wollen", sagte Kramer der Deutschen Presse-Agentur.

Deutschland sei längst ein Zuwanderungsland. "In weiten Teilen der Bevölkerung ist das aber noch nicht akzeptiert", meinte Kramer. Das liege auch an der Politik: "Wir wissen und sagen nicht, was wir eigentlich wollen. Wollen wir nun den Akademiker oder doch lieber den jungen Menschen, den wir noch ausbilden müssen, oder aber den schon gut qualifizierten Facharbeiter?" Die Bürger würden Zuwanderung leichter akzeptieren, "wenn sie wissen, wer kommt und nach welchen Kriterien".

Kramer kritisierte den CSU-Spruch "Wer betrügt, der fliegt" im Europa-Wahlkampf: "So ein Satz ist ohne den richtigen Zusammenhang fatal, da er den falschen Eindruck erweckt, dass der größte Teil der Zuwanderer in betrügerischer Absicht käme", sagte Kramer: "Junge Leute kommen doch nicht zu uns, um uns auf der Tasche zu liegen, die wollen ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben führen."

Deutsche Bevölkerung schrumpft

Durch die niedrige Geburtenrate in Deutschland schrumpft die Bevölkerung. Frauen bekommen hierzulande im Durchschnitt seit Jahren etwa 1,4 Kinder. Für eine stabile Bevölkerungszahl wären jedoch 2,1 Kinder nötig. Wenn die früheren geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, müssen immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner versorgen. Dieser Effekt wird über einige Jahrzehnte anhalten, bis die geburtenstarken Jahrgänge gestorben sind.

Eine zu niedrige Geburtenrate lässt die Bevölkerungszahl immer weiter sinken, denn Kinder, die nicht geboren wurden, können später auch wieder keine Kinder bekommen. Diese Lücke könnte durch Zuwanderung geschlossen werden. Da das deutsche Rentensystem überwiegend auf Umlagen basiert - die heutigen Arbeitnehmer zahlen die Altersbezüge der heutigen Rentner - wäre eine gewisse Balance von Einzahlern und Empfängern erforderlich.

Wenn jedoch die Geburtenrate so niedrig bleibt wie jetzt, werden die Rentner-Generationen stets größer sein als die Einzahler-Generationen. Dies würde auch auf dem Arbeitsmarkt nicht ohne Auswirkungen bleiben, denn irgendwann ließen sich für bestimmte Jobs einfach keine passenden Bewerber mehr finden - weil sie nie geboren wurden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal