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Klage nach 88 Zeitverträgen: Post bietet unbefristeten Vertrag an

Klage nach 88 Zeitverträgen  

Post bietet unbefristeten Vertrag an

13.06.2014, 19:57 Uhr | dpa

Klage nach 88 Zeitverträgen: Post bietet unbefristeten Vertrag an. Die Post beschäftigt Zusteller oft nur befristet (Quelle: imago/Geisser)

Die Post beschäftigt Zusteller oft nur befristet (Quelle: imago/Geisser)

Die Deutsche Post hat die befristete Anstellung einer Postbotin in Mecklenburg-Vorpommern nicht verlängert, weil sie "untragbar" geworden ist. Zuvor hatte die Frau innerhalb von 17 Jahren 88 befristete Beschäftigungen bei der Post angesammelt, aber nie eine Festanstellung erhalten. Die Frau aus Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) klagte vor dem Arbeitsgericht Schwerin auf eine Festanstellung - und hat nun Erfolg. Bei einem Gütetermin bietet die Post der 41-Jährigen schließlich einen unbefristeten Arbeitsvertrag an.

Die Beschäftigte hatte gegen das Unternehmen geklagt, weil ihr nach wiederholten Befristungen seit 1997 ein Anschlussvertrag im April versagt worden sei. Der nun vereinbarte Vergleich kann von beiden Seiten bis zum 25. Juni widerrufen werden.

Das Angebot zur Güte von der Deutschen Post überraschte die Klägerin und ihren Anwalt. Damit habe niemand gerechnet, sagte der Jurist. Die Prozessbevollmächtigte des Bonner Konzerns bot der ehemaligen Mitarbeiterin einen unbefristeten Vertrag über 38,5 Wochenstunden in der Entgeltgruppe drei an.

Keine Wartezeit vorgesehen

Die Post verzichte auf die Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz, hieß es. Die Betriebszugehörigkeit der Frau solle allerdings nicht seit 1997, sondern erst seit dem 1. März 2009 anerkannt werden. Grund seien mehrjährige Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses. Die Klägerin hatte diese mit Elternzeiten für ihre Kinder begründet.

Die Zustellerin zeigte sich nach dem knapp 30-minütigen Termin sprachlos: Sie könne es noch gar nicht begreifen, dass sie wieder arbeiten dürfe. Allerdings ist der Arbeitsort in dem Angebot nicht festgelegt. Sei er für seine Mandantin nicht annehmbar, müsse er die Einigung widerrufen, sagte der Anwalt. Dann setze das Gericht einen Verhandlungstermin im Oktober an, sagte der Vorsitzende Richter.

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