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BER-Chef Hartmut Mehdorn wird gekündigten Manager nicht los

Nach Kritik gekündigt  

BER-Chef Mehdorn wird Manager nicht los

07.07.2014, 08:01 Uhr | dpa-AFX

BER-Chef Hartmut Mehdorn wird gekündigten Manager nicht los. BER-Flughafenchef Mehdorn Hartmut Mehdorn (Quelle: imago/Mauersberger)

BER-Flughafenchef Mehdorn Hartmut Mehdorn (Quelle: imago/Mauersberger)

BER-Chef Harmut Mehdorn kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus. Diesmal kann der Chef des Hauptstadtflughafens einen leitenden Mitarbeiter nicht loswerden. Der Bereichsleiter Harald Siegle hatte nach scharfer Kritik an Mehdorn und Mitglieder des Flughafen-Aufsichtsrates Anfang April die fristlose Kündigung erhalten. Siegle zog vors Arbeitsgericht und darf erst mal bleiben.

Wie sein Anwalt Hans-Georg Meier sagte, bestehen die Juristen des neuen Hauptstadt-Airports inzwischen nicht mehr auf der fristlosen Kündigung und versuchen nun, Siegle zum Jahresende zu entlassen. Flughafensprecher Ralf Kunkel wollte sich nicht äußern.

Unterdessen gab der Haushaltsausschuss des Bundestages zum Wochenende weitere Millionen für den mehrfach verzögerten Flughafenbau frei. Dabei ging es um eine Tranche von 58 Millionen Euro aus der ersten Finanzspritze von insgesamt 1,2 Milliarden Euro aus dem Jahr 2012.

Siegle hatte Strukturen kritisiert

Als Leiter der Liegenschaftsverwaltung (Real Estate) des Flughafens hatte Siegle in dem Brief von Ende März die Abläufe im Unternehmen kritisiert und gewarnt, dass eine Eröffnung des Flughafens 2016 gefährdet sei. Dafür machte er auch Mehdorn verantwortlich.

Nach Schreiben des Flughafens und seiner Anwälte, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen, gibt es möglicherweise Schwierigkeiten mit der Begründung für den Rauswurf. Mehdorn hatte Siegle im April vorgeworfen, seinen Brief auch an die Presse weitergegeben und so das Vertrauensverhältnis zerstört zu haben.

Betriebsbedingte Kündigung bisher erfolgslos

Seit Juni versucht der Flughafen es nun mit einer betriebsbedingten Kündigung zum Jahresende. Im August gibt es dazu einen Verhandlungstermin am Arbeitsgericht. "Wir sehen uns zu diesem Schritt aufgrund der Auflösung des Bereichs Real Estate Management gezwungen", erklärte Mehdorn zur Begründung. Siegle habe es abgelehnt, stattdessen das Projektmanagement für den Weiterbetrieb des alten Flughafens Schönefeld zu übernehmen.

Siegle bleibt aber suspendiert und hat Hausverbot am Flughafen. Das Verhältnis zu Mehdorn ist derart zerrüttet, dass der Geschäftsführer Mitte April den Flughafen-Ausschuss im Potsdamer Landtag verließ, als er Siegle im Publikum erblickte.

Die Finanzspritze, die der umstrittene Flughafen am Freitag erhielt, dürfte indes nicht die letzte bleiben. Über weitere 1,1 Milliarden Euro für den Neubau will der Haushaltsausschuss des Bundestages im Herbst beraten. Das Geld würde den Finanzrahmen für den drittgrößten deutschen Airport auf 5,4 Milliarden Euro ausweiten. Nach Berechnungen Mehdorns reicht das Geld, sofern der Bau Ende 2015 fertiggestellt sein sollte.

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