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Andrea Nahles will Gesetz gegen Stress am Arbeitsplatz prüfen

Idee aus der SPD  

Nahles prüft Anti-Stress-Gesetz

05.08.2014, 17:33 Uhr | dpa

Andrea Nahles will Gesetz gegen Stress am Arbeitsplatz prüfen. Stressfrei am Arbeitsplatz: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) prüft gesetzliche Schutzmaßnahmen (Quelle: dpa)

Stressfrei am Arbeitsplatz: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) prüft gesetzliche Schutzmaßnahmen (Quelle: dpa)

Muss ein Arbeitnehmer auch nach Feierabend auf E-Mails vom Chef antworten? Verschiedene SPD-Politiker wollen dies jetzt gesetzlich regeln - Parteifreundin und Arbeitsministerin Andrea Nahles will ein Anti-Stress-Gesetz prüfen. Die Arbeitgeber halten so etwas - nicht ganz überraschend - für vollkommen überflüssig.

In der SPD gibt es bereits konkrete Pläne für ein derartiges Anti-Stress-Gesetz, das die Verfügbarkeit von Arbeitnehmern grundsätzlich regeln soll. "Ein solches Gesetz würde einen wichtigen Präventionsbeitrag leisten", glaubt die stellvertretende Bundestags-Fraktionsvorsitzende Carola Reimann der "Rheinischen Post". Auch Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider, natürlich auch SPD, warb für "ein Gesetz, wonach zu bestimmten Zeiten der Arbeitgeber seine Angestellten nicht mehr kontaktieren darf".

Während Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles dafür grundsätzlich offen ist, lehnen die Arbeitgeber den Vorstoß als überflüssig ab. Schon heute gebe es ein hohes Schutzniveau für die Beschäftigten, betont die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). "Wer für Arbeitnehmer ein hohes Maß an Arbeitszeitverantwortung und verantwortlicher Arbeitsgestaltung einfordert, muss diesen auch die Gelegenheit geben, die aus privaten Gründen unterbrochene Arbeit von zu Hause oder unterwegs wieder aufzunehmen und zu vollenden."

Wissenschaft soll helfen

Nahles will über die Forderung ihrer Parteikollegen entscheiden, sobald ausreichend Informationen über Stress-Ursachen und Wechselwirkungen vorliegen. Derzeit werde der Wissensstand systematisch aufgearbeitet, "um im Dialog mit Wissenschaft und Praxis zu konkreten Handlungsempfehlungen zu kommen", ließ ihr Ministerium die "Rheinische Post".

Carola Reimann sagte der Zeitung: "In jedem Fall sollte die Koalition das Thema noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg bringen." Besonders vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft müsse der Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern einen höheren Stellenwert bekommen.

"Spielraum für Unternehmen"

Die Ausgestaltung eines solchen Gesetzes müsse jedoch maßgeblich von den Firmen und Betrieben bestimmt werden, betonte die SPD-Politikerin. "Denn da muss jede Branche und jedes Unternehmen genug Spielraum haben, um angemessen reagieren zu können." Ein Schalk, wer da nicht an vorab eingebaute Schlupflöcher denkt.

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