Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Kirch-Prozess: Josef Ackermann gesteht angeblich Falschaussage

"Bild am Sonntag"  

Ackermann gesteht angeblich Falschaussage im Kirch-Prozess

07.09.2014, 11:47 Uhr | t-online.de

Kirch-Prozess: Josef Ackermann gesteht angeblich Falschaussage. Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat angeblich seine Aussage im Kirch-Prozess revidiert (Quelle: dpa)

Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat angeblich seine Aussage im Kirch-Prozess revidiert (Quelle: dpa)

Der frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat laut "Bild am Sonntag" (BamS) eingeräumt, im Münchner Kirch-Prozess falsch ausgesagt zu haben. Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben das Schreiben Ackermanns vor, das er an die ermittelnde Oberstaatsanwältin geschickt haben soll. Der vierseitige Brief ist demnach auf den 30. Januar 2014 datiert.

Ackermann gebe darin an, er habe sich erst nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bank gründlich mit dem Thema Kirch beschäftigen können. Er habe dann sein Gedächtnis noch einmal bemüht. Es sei möglich, dass er sich bei der Vorbereitung seiner Aussage im Schadenersatz-Prozess von Kirch gegen die Deutsche Bank durch die Rechtsabteilung habe beeinflussen lassen. Sein Kalender sei damals dicht gedrängt und der Kirch-Prozess nur einer von vielen Terminen gewesen.

Laut "BamS" schreibt Ackermann weiter, dass er jedoch nicht bewusst falsch oder widersprüchlich ausgesagt habe. Die Staatsanwaltschaft habe ihm allerdings eine Woche zuvor in seiner Vernehmung Widersprüche vorgehalten, ergänzte die Zeitung.

Kirch klagte gegen die Bank

Der inzwischen verstorbene Münchner Medienmogul Leo Kirch hatte der Deutschen Bank, namentlich dem damaligen Chef und Ackermann-Vorgänger Rolf Breuer, vorgeworfen, am Zusammenbruch seines Unternehmens schuld zu sein. Die Bank hat sich inzwischen bereiterklärt, den Kirch-Erben deswegen 775 Millionen plus Zinsen zu zahlen - vermutlich insgesamt rund 900 Millionen Euro.

Die früheren Bankchefs Breuer und Ackermann sowie der amtierende Co-Chef Jürgen Fitschen sollen sich nach dem Willen der Staatsanwaltschaft wegen Prozessbetrugs in dieser Angelegenheit vor Gericht verantworten - zusammen mit den Ex-Vorständen Clemens Börsig und Tessen von Heydebreck. Darüber berichtete zuletzt im August die "Süddeutsche Zeitung". Das Gericht prüfe die eingereichte Anklage. Die Bank hatte lange bestritten, für die Kirch-Pleite verantwortlich zu sein, kam damit im Prozess aber nicht durch.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal