Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

Deutsche-Bank-Anwalt tot in New York aufgefunden: Selbstmord?

"Wall Street Journal"  

Deutsche-Bank-Anwalt tot in New York aufgefunden

25.10.2014, 14:38 Uhr | dpa, rtr

Deutsche-Bank-Anwalt tot in New York aufgefunden: Selbstmord?. Deutsche-Bank-Niederlassung in New York (Quelle: dpa)

Deutsche-Bank-Niederlassung in New York (Quelle: dpa)

Ein hochrangiger Anwalt der Deutschen Bank ist einem Zeitungsbericht zufolge in New York tot aufgefunden worden. Die Umstände deuteten auf einen Suizid hin, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf Behördenvertreter und andere Quellen. Der 41-Jährige sei von seiner Ehefrau bereits am Montag an einem Treppengeländer aufgehängt gefunden worden. Er sei mit den Rechtsstreitigkeiten der Bank im Skandal um Zins- und Devisenmarktmanipulationen befasst gewesen, hieß es in dem Zeitungsbericht. Der Rechtsexperte habe elf Jahre für das Institut gearbeitet.

Im Skandal um die Manipulation von Referenzzinssätzen hatte die EU-Kommission vergangenes Jahr sechs Finanzinstituten Rekordstrafen von insgesamt 1,7 Milliarden Euro aufgebrummt. Darunter war auch die Deutsche Bank mit einer Strafe von 725 Millionen Euro.

Im Januar war der 58 Jahre alte frühere Deutsche-Bank-Risikomanager William Broeksmit, der als enger Vertrauter von Bank-Co-Chef Anshu Jain galt, tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden. Ein im März veröffentlichter Untersuchungsbericht stellte Suizid fest. Demzufolge hinterließ Broeksmit mehrere Abschiedsbriefe und hatte große Angst davor, Ärger mit den Aufsichtsbehörden zu bekommen.

Selbstmord in der Schweiz

Auch im vergangenen Jahr beherrschte wochenlang der Selbstmord eines anderen hochrangigen Finanzmanagers die Schlagzeilen in der Schweiz. Der Finanzvorstand des Versicherungskonzerns Zurich, Pierre Wauthier, hatte in einem Abschiedsbrief schwere Vorwürfe gegen Verwaltungsratschef Josef Ackermann erhoben - Jains Vorgänger bei der Deutschen Bank.

Ackermann gab seinen Posten daraufhin auf. Eine Untersuchung der Schweizer Finanzmarktaufsicht entlastete den Schweizer später von dem Vorwurf, Wauthier unangemessen unter Druck gesetzt zu haben.

Rechtsstreitereien kommen Deutsche Bank teuer zu stehen

Die juristischen Baustellen der Deutschen Bank bleiben derweil ein riesiger Kostenfaktor für Deutschlands größtes Kreditinstitut. Für das dritte Quartal dürfte das Geldhaus die Rückstellungen für Rechtsrisiken von bislang 2,2 Milliarden auf ungefähr drei Milliarden Euro aufstocken.

Wie die Deutsche Bank mitteilte, beträgt der Aufwand für Rechtsstreitigkeiten allein im 3. Quartal des laufenden Jahres 894 Millionen Euro. Wie sich dieser Betrag genau zusammensetzt, teilte das Geldhaus nicht mit. Für weitere Einzelheiten verwies ein Sprecher auf Anfrage auf die Vorlage der vollständigen Quartalszahlen am kommenden Mittwoch (29.10.).

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal