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Bundesarbeitsgericht: Es gibt kein Anrecht auf ein "gutes" Zeugnis

Bundesarbeitsgericht  

Zahnarzt-Mitarbeiterin bekommt kein besseres Zeugnis

18.11.2014, 13:48 Uhr | dpa-tmn, dpa, t-online.de

Bundesarbeitsgericht: Es gibt kein Anrecht auf ein "gutes" Zeugnis. Um Arbeitszeugnisse gibt es immer wieder Streit, vor allem wenn sie nicht gut ausfallen (Quelle: imago/Südraumfoto)

Um Arbeitszeugnisse gibt es immer wieder Streit, vor allem wenn sie nicht gut ausfallen (Quelle: imago/Südraumfoto)

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat sein mit Spannung erwartetes Urteil zu Arbeitszeugnissen gesprochen. Die obersten deutschen Arbeitsrichter zerstörten die Hoffnung von Beschäftigten, sich künftig leichter eine bessere Gesamtbewertung im Arbeitszeugnis zu erstreiten. Die Erfurter Richter hielten an ihrer Linie fest, wonach die Formulierung "zu unserer vollen Zufriedenheit" - das entspricht der Note 3 - eine durchschnittliche Leistung beschreibt.

Wolle ein Mitarbeiter eine bessere Bewertung, müsse er genaue Gründe dafür darlegen, entschied der 9. Senat. Gegen ihren früheren Arbeitgeber geklagt hatte eine 25-Jährige, die ein Jahr in einer Berliner Zahnarztpraxis tätig war. Sie wollte sich die Gesamtbewertung "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" erstreiten, was allgemein als Note 2 angesehen wird.

Erfolg nur in den Vorinstanzen

Sowohl das Arbeitsgericht Berlin als auch das Landesarbeitsgericht hatten der Klägerin zuvor eine gute Beurteilung ("stets zur vollen Zufriedenheit") zugestanden. Die beiden Instanzen zweifelten an, dass die Leistungsbewertung "zur vollen Zufriedenheit" (Note 3) nach dem heutigen Verständnis des Wirtschaftslebens noch einer durchschnittlichen Bewertung entspricht.

Die Formulierung "stets zur vollsten Zufriedenheit" ist gleichbedeutend mit der Schulnote "sehr gut". Dabei kann das "stets" auch mit den Worten "immer" oder "jederzeit" ausgetauscht sein.

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