Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Deutschland: Arbeitslosenzahl sinkt auf Drei-Jahres-Tief

Beschäftigung brummt  

Rekord bei Erwerbstätigen - Arbeitslosenzahl auf Dreijahrestief

27.11.2014, 16:54 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Deutschland: Arbeitslosenzahl sinkt auf Drei-Jahres-Tief . Deutscher Arbeitsmarkt läuft - Beschäftigung steigt, Arbeitslosigkeit sinkt (Quelle: imago/ Hoch Zwei/ Stock-Angerer)

Deutscher Arbeitsmarkt läuft - Beschäftigung steigt, Arbeitslosigkeit sinkt (Quelle: imago/ Hoch Zwei/ Stock-Angerer)

Die Konjunktur dümpelt vor sich hin, unser Arbeitsmarkt wartet aber mit einem Superlativ auf: Erstmals liegt die Zahl der Erwerbstätigen über 43 Millionen. Im Oktober waren nach Zahlen des Statistischen Bundesamts 408.000 Menschen mehr im Job als im Jahr zuvor - nie arbeiteten mehr Menschen in Deutschland. Und auch im November läuft es besser als erwartet: 16.000 weniger auf 2,7 Millionen Arbeitslose bedeuten ein Dreijahrestief.

Trotz eingetrübter Konjunkturprognosen ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland kaum noch höher als Anfang der 1990er Jahre. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im November 2,717 Millionen Arbeitslose registriert. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,3 Prozent.

Der Arbeitsmarkt habe sich trotz verhaltenen Wirtschaftswachstums günstig entwickelt, erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Der für November übliche Rückgang sei in diesem Jahr stärker ausgefallen. Deshalb sei die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl im Monatsvergleich um 14.000 gesunken. Experten hatten hier lediglich eine Abnahme um 4000 erwartet.

Herbstaufschwung verspätet

Im Vormonat wurden viele Experten von dem überraschend starken Rückgang der Erwerbslosenzahlen um 75.000 auf 2.733.000 noch überrascht. Der Grund dafür: Der jährlich wiederkehrende Herbstaufschwung hatte sich verzögert, weil die Sommerferien in diesem Jahr in manchen Bundesländern relativ spät endeten. Üblicherweise stellen die Unternehmen nach den Ferien noch einmal Mitarbeiter ein, bevor die Arbeitslosigkeit den Winter über traditionell steigt.

Auch der leichte Rückgang im November sei ein reiner Saisoneffekt, betonten die Volkswirte. Allerdings sei die Lage insgesamt weiterhin gut. "Es scheint so zu sein, dass der Arbeitsmarkt noch nicht betroffen ist, obwohl sich die Stimmung eingetrübt hat", erläuterte Stefan Kipar von der BayernLB.

Mindestlohn dürfte sich bald bemerkbar machen

"Wir haben bei der Produktion eine Seitwärtsbewegung und gesamtwirtschaftlich nur ein geringes Wachstum, gleichzeitig aber eine Situation, in der Unternehmen weiter einstellen in Erwartung einer besseren Entwicklung. Das hält sich in etwa die Waage", ergänzte Rolf Schneider von der Allianz. Zudem dürfte die außergewöhnlich milde Witterung die Entwicklung positiv beeinflusst haben.

Die folgenden Monate bewerten die Experten aufgrund der konjunkturellen Entwicklung eher zurückhaltend. Auch der Mindestlohn, der von Januar an gilt, werde sich auf die Arbeitslosenzahlen auswirken, gaben sie zu bedenken. Dies werde sich vermutlich schon im Dezember zeigen, sagte BayernLB-Fachmann Kipar. "Man hat da sicherlich Ankündigungseffekte vom Mindestlohn, die dürften den Beschäftigungsaufbau in Erwartung höherer Kosten etwas bremsen."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Erstellen Sie jetzt 100 Visiten- karten schon ab 9,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal