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BKK-Gesundheitsreport: Immer mehr Arbeitnehmer sind lange krank

BKK-Gesundheitsreport  

Immer mehr Arbeitnehmer sind lange krank

09.12.2014, 15:52 Uhr | dpa-AFX

BKK-Gesundheitsreport: Immer mehr Arbeitnehmer sind lange krank. Arbeitnehmer fallen immer häufiger krankheitsbedingt aus. (Quelle: MWV und BKK)

Arbeitnehmer fallen immer häufiger krankheitsbedingt aus. (Quelle: MWV und BKK)

Die Krankenstände in den Betrieben nehmen stark zu. Die krankheitsbedingten Ausfälle der bei Betriebskrankenkassen (BKK) versicherten Beschäftigten sind innerhalb von sieben Jahren um gut fünf Tage gestiegen: von im Schnitt 12,4 Tagen 2006 auf 17,6 Tage 2013. Das geht aus dem BKK Gesundheitsreport 2014 hervor. Der Anstieg sei vor allem auf die Zunahme langwieriger und chronischer Erkrankungen zurückzuführen.

Nach wie vor sorgen Muskel-und Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen mit einem Viertel der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) für die meisten Fehlzeiten bei den Pflichtmitgliedern. Ihnen folgen Atemwegserkrankungen (16,2 Prozent) und psychische Störungen (14,7 Prozent). Gerade bei diesen Krankheiten beobachte man die höchsten Steigerungsraten: Zwischen 1976 und 2013 habe sich die Zahl der von den Kassen registrierten Fehlzeiten von einem halben Tag auf 2,6 Tage mehr als verfünffacht.

Arbeitsausfälle im Süden niedriger

Die Arbeitsausfälle seien in Baden-Württemberg mit 15,4 und in Bayern mit 16,3 Tagen am niedrigsten, in Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit 21,6 und 21,9 Tagen am höchsten. Das Ost-West- beziehungsweise Nord-Süd-Gefälle hänge unmittelbar mit der Altersstruktur der Versicherten zusammen.

Die jüngsten Versicherten verzeichnete die BKK bei Frauen wie Männern in Baden-Württemberg (durchschnittlich 40 beziehungsweise 39 Jahre), dicht gefolgt von Bayern und Hessen, die ältesten Versicherten in Sachsen-Anhalt (48 und 46 Jahre).

Bei Muskel- und Skeletterkrankungen registrierten die BKK in Baden-Württemberg im Schnitt 3,3 Fehltage, in Sachsen-Anhalt 5,1 Tage. Bei den psychischen Erkrankungen weist Schleswig-Holstein mit durchschnittlich 3,0 Tagen je BKK-Mitglied mehr als zwei Drittel höhere Fehlzeiten auf als Baden-Württemberg mit 1,8 Tagen.

Im Schnitt 12,7 Tage krank

Der Krankenstand in Bayern und Baden-Württemberg ist niedriger als im Bundesdurchschnitt (Quelle: dpa)Krankenstand nach Bundesländern (zum Vergrößern klicken) (Quelle: dpa) Über alle Krankheitsarten hinweg dauert ein einzelner Arbeitsunfähigkeitsfall eines Beschäftigten 12,7 Tage. Spitzenreiter seien psychische Diagnosen mit rund 38 Tagen je Fall, gefolgt von Tumorerkrankungen mit 35 Tagen und Rückenbeschwerden mit im Schnitt 20 Tagen.

Im BKK Gesundheitsreport 2014 "Gesundheit in Regionen" wurden die Daten von 9,3 Millionen Versicherten analysiert. Er bilde damit das Krankheitsgeschehen in Unternehmen repräsentativ ab, hieß es. Von der regionalen Betrachtung einzelner Fehlzeiten und Krankheitsbilder erhoffen sich die BKK eine zielgenauere Planung von Präventions- und Gesundheitsfördermaßnahmen.

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