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Ex-Siemens-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger nimmt sich das Leben

Heinz-Joachim Neubürger  

Ex-Siemens-Finanzchef nimmt sich das Leben

06.02.2015, 14:49 Uhr | t-online.de, dpa, rtr

Ex-Siemens-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger nimmt sich das Leben. Heinz-Joachim Neubürger starb mit 62 Jahren in München (Quelle: dpa)

Heinz-Joachim Neubürger starb mit 62 Jahren in München (Quelle: dpa)

Der ehemalige Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger ist tot. Laut einer ihm nahestehenden Person, hat der 62-Jährige sich das Leben genommen. Über die genauen Umstände ist bisher nichts bekannt.

Neubürger war von 1997 bis 2006 Finanzvorstand bei Siemens. Nach seinem Rücktritt geriet er im Zuge der Korruptionsaffäre des Konzerns in die Schusslinie.

Unter der juristischen Aufarbeitung habe der Manager sehr gelitten, so der Freund. "Diese sieben Jahre Martyrium haben ihn gebrochen. Der Mann konnte einfach nicht mehr."

Neubürger hatte den Streit mit seinem ehemaligen Arbeitgeber erst Ende 2014 beigelegt. Siemens-Chef Joe Kaeser äußerte sich betroffen über die Nachricht und würdigte die Leistungen des Managers: "Wir verneigen uns vor Heinz-Joachim Neubürger."

Der Investmentbanker hatte 1989 bei Siemens angeheuert und unter den Konzernchefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld als Finanzvorstand gearbeitet. Bei Analysten und Investoren war er hochgeschätzt. Zeitweise wurde er als möglicher Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Pierer gehandelt.

Nach Neubürgers Ausscheiden im Frühjahr 2006, noch vor Bekanntwerden des Schmiergeldskandals, übernahm Kaeser das Finanzressort. Als die Korruptionsaffäre aufkam, ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Neubürger. Das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage eingestellt.

"Mensch mit festen Grundsätzen"

Obendrein forderte Siemens in einem Zivilprozess 15 Millionen Schadenersatz. Während sich frühere Top-Manager des Konzerns wie etwa Pierer mit dem Unternehmen einigten, bot Neubürger als Einziger seinem ehemaligen Arbeitgeber die Stirn. In erster Instanz wurde er zur Zahlung der 15 Millionen verurteilt, legte jedoch Berufung gegen das Urteil ein. Im Dezember 2014 einigten sich beide Seiten, den Streit gegen eine Zahlung von 2,5 Millionen Euro zu beenden.

Neubürger erkannte die ihm vorgeworfenen Pflichtverletzungen damit nicht an. Er sei ein grundehrlicher Mensch mit festen Grundsätzen gewesen, sagte der Freund. Finanzielle Probleme seien nicht der Grund für seinen Tod gewesen. Siemens hatte die Summe von 2,5 Millionen als angemessen angesehen, weil bei Neubürger ohnehin kaum mehr zu holen sei.

Siemens-Chef Kaeser hatte am Freitag erklärt, beide Seiten seien über die Einigung erleichtert gewesen. Damit habe man "ein belastendes Kapitel eines ansonsten von größtem wechselseitigen Respekt geprägten Verhältnisses" geschlossen. Im Compliance-Skandal habe Neubürger "mit gutem Willen auch die größten Widrigkeiten ertragen". Er sei als Finanzexperte innerhalb und außerhalb des Konzerns "höchst geschätzt und anerkannt" gewesen, lobte Kaeser. "Siemens verdankt ihm viel und würdigt seine Leistungen für unser Haus."

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