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Hartz-IV-Empfänger müssen für Strom draufzahlen: Regelsätze reichen nicht

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Regelsätze reichen nicht aus  

Hartz-IV-Empfänger müssen für Strom draufzahlen

16.02.2015, 18:04 Uhr | AFP

Hartz-IV-Empfänger müssen für Strom draufzahlen: Regelsätze reichen nicht. Vor zehn Jahren schossen die Strompreise in die Höhe - zu hoch für die Bezieher von Hartz-IV. (Quelle: dpa)

Vor zehn Jahren schossen die Strompreise in die Höhe - zu hoch für die Bezieher von Hartz-IV. (Quelle: dpa)

Bezieher von Hartz IV bekommen zusätzlich zum Regelbedarf von 399 Euro die Kosten für Unterkunft und Heizung erstattet, die für Strom hingegen nicht. Durchschnittlich 116 Euro müssen sie dafür im Jahr aus eigener Tasche aufbringen, geht aus einer Untersuchung des Vergleichsportals Check24 hervor. Die Regelsätze reichen demnach nicht annähernd aus.

Eine alleinstehende Person zahlt in Deutschland dem Vergleichsportal zufolge monatlich rund 43 Euro für Strom in der Grundversorgung. Der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger sieht für Wohnen, Energie und Strom aber nur rund 33 Euro im Monat vor. Knapp zehn Euro müssten Bezieher von Arbeitslosengeld II pro Monat in anderen Bereichen wie Nahrungsmittel oder Kleidung einsparen, heißt es in der Analyse.

Da der Strompreis in ostdeutschen Bundesländern im Schnitt knapp vier Prozent über dem westdeutschen Mittel liege, treffe es die Verbraucher dort besonders hart. Knapp 10,50 Euro zahlen ostdeutsche Hartz-IV-Empfänger demnach im Durchschnitt pro Monat hinzu.

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Für Verbraucher mit geringer Bonität sei es kaum möglich, aus der Grundversorgung zu einem Alternativanbieter zu wechseln und Stromkosten zu sparen, teilte Check24 mit. In den meisten Fällen würden sie nach der Bonitätsprüfung von den Anbietern abgelehnt und müssten "im teureren Grundversorgungstarif bleiben", erklärte Isabel Wendorff vom Vergleichsportal.

Strom soll "für alle bezahlbar bleiben"

Der Paritätische Gesamtverband erklärte in Berlin, die Studie sei höchst plausibel. Nach eigenen Berechnungen müssten Hartz-IV-Bezieher je nach Haushaltsgröße sogar bis zu 300 Euro im Jahr dazuzahlen, weil der Regelsatz für Stromkosten nicht ausreiche. Nicht nur Hartz-IV-Bezieher, sondern auch Haushalte knapp über der Hartz-IV-Schwelle sähen sich kaum noch in der Lage, ihre Energiekosten zu zahlen, weil die Strompreise seit 2005 geradezu "explodiert" seien.

Jährlich werde rund 345.000 Haushalten im Jahr der Strom abgestellt, weil sie ihre Rechnungen nicht bezahlen könnten. "Klar und konsequent wäre es, wenn auch die Stromkosten genau wie die Heizkosten in tatsächlicher Höhe übernommen würden", forderte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider.

Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende und verbraucherpolitische Sprecherin der Linksfraktion, forderte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, dafür zu sorgen, "dass Strom für alle bezahlbar bleibt". Dies gelte vor allem für Geringverdiener und Erwerbslose. Doch die Bundesregierung verteile stattdessen "großzügig Stromgeschenke an die Industrie", kritisierte Lay mit Blick auf die Rabatte für energieintensive Betriebe.

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