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Fällt im VW-Machtkampf heute die Entscheidung? Aufsichtsrat tagt

VW-Aufsichtsrat tagt  

Machtkampf bei Volkswagen: Fällt heute die Entscheidung?

16.04.2015, 16:58 Uhr | dpa

Fällt im VW-Machtkampf heute die Entscheidung? Aufsichtsrat tagt. VW-Chef Martin Winterkorn (li.) und Ferdinand Piëch sind sich nicht mehr grün. (Quelle: dpa)

VW-Chef Martin Winterkorn (li.) und Ferdinand Piëch sind sich nicht mehr grün. (Quelle: dpa)

Am Donnerstag trifft sich das Volkswagen-Aufsichtsrats-Präsidium zu einer außerordentlichen Sitzung. Nach dpa-Informationen findet die Sondersitzung am Nachmittag in Österreich statt. Bei dem Treffen der Manager könnte es um die berufliche Zukunft von VW-Konzernchef Martin Winterkorn gehen, der ebenfalls anwesend sein dürfte. Derweil hagelt es Kritik an dem Vorgehen von Aufsichtsrats-Chef Ferdinand Piëch.

Das Präsidium stellt mit seinen sechs Personen den Kern des 20-köpfigen Kontrollgremiums. Das Präsidium kommt außer der Reihe zusammen, nachdem Piëch am vergangenen Freitag mit einer Aussage im "Spiegel" ("Ich bin auf Distanz zu Winterkorn") vom Konzernchef abgerückt war und damit einen Wirbel im Unternehmen selbst und bei den Eigentümern ausgelöst hatte.

Großaktionärs-Familien gegen Winterkorn

In dem Gremium sitzen Ferdinand Piëch (Vorsitz), Berthold Huber von der IG Metall (stellvertretender Vorsitz), VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh, der Sprecher des Porsche-Familienzweigs Wolfgang Porsche, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sowie der Osterloh-Vize Stephan Wolf.

Kreise berichteten am Mittag, dass auch Volkswagen-Boss Martin Winterkorn beim Manager-Meeting anwesend sein wird. Ein zuvor geplantes Treffen mit Spitzenpolitikern in Göttingen hatte der Konzernchef kurzfristig abgesagt.

Arbeitnehmer-Vertreter pro Winterkorn

Aufsichtsratschef Piëch hatte vergangene Woche durch seinen überraschenden öffentlichen Bruch mit Vorstandschef Martin Winterkorn den Autokonzern in eine schwere Führungskrise gestürzt.

Die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat stellten sich spontan hinter Winterkorn. Auch das an VW beteiligte Land Niedersachsen und die mit dem 77-jährigen Firmenpatriarchen verwandte Porsche-Familie äußerten sich ablehnend über Piëchs Volte.

Wolfgang Porsche ist im Präsidium der Sprecher des Familienzweigs der Porsches, der zusammen mit den Piëchs die Stimmenmehrheit an VW hält. Porsche hatte Ferdinand Piëchs vernichtendes Zitat zunächst als "Privatmeinung" zurückgewiesen. Die Aussage sei nicht abgestimmt.

Rossmann kritisiert öffentliche Demontage

Der Familienunternehmer Dirk Roßmann hält die öffentlich vorangetriebene Demontage von Winterkorn für stillos. "Ich sage: Das ist ein No-Go, das geht gar nicht. Solche Probleme müssen intern besprochen werden, das darf nicht nach außen getragen werden", sagte der Gründer und Chef der Drogeriemarkt-Kette Rossmann. Piëch habe mit Sicherheit seine Gründe, womöglich gebe es Differenzen in der Konzernstrategie. "Aber: Das nach außen zu tragen, ist der falsche Weg. Und das, glaube ich, weiß Herr Piëch auch ganz genau", sagte Roßmann. "Dennoch tut er es."

Unter Winterkorns gut achtjähriger Ägide - er wurde 2007 Konzernchef - legten die Auslieferungen des heute größten Autobauer Europas um etwa 64 Prozent zu, der Umsatz stieg um 86 Prozent, das operative Ergebnis vervierfachte sich. Bei seinem Amtsantritt zählte der Konzern 329.000 Mitarbeiter. Heute sind es, auch dank vier neuer Marken, fast 600.000 Menschen. Die VW-Aktie rutschte am Donnerstag in allgemein schwächerem Umfeld ab.

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