Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere >

"Bild am Sonntag"-Bericht: Ferdinand Piëch droht Entmachtung bei VW

Revolte gegen Piëch  

"Der Alte muss weg"

19.04.2015, 15:30 Uhr | rtr, AFP, dpa

"Bild am Sonntag"-Bericht:  Ferdinand Piëch droht Entmachtung bei VW. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (Quelle: dpa)

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch droht die Entmachtung. (Quelle: dpa)

Im Machtkampf bei VW wackelt nun offenbar der Sitz von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch. Nach der herben Niederlage gegen VW-Vorstandschef Martin Winterkorn steht ihm einem Bericht zufolge nun eine breite Front von Gegnern gegenüber. "Die Mehrheit ist gegen Piëch", zitierte die "Bild am Sonntag" einen Aufsichtsrat.

Neben den zehn Arbeitnehmervertretern wollten auch die jeweils beiden Aufsichtsräte Niedersachsens und der Porsche-Familie den Patriarchen abwählen, schreibt das Blatt. Das seien 14 der insgesamt 20 Aufsichtsräte.

"Der Alte muss weg", zitierte die "BamS" ein Mitglied des Gremiums. Volkswagen, die Porsche SE in Stuttgart und Piëchs Büro in Salzburg wollten sich nicht dazu äußern.

VW-Aufsichtsrat Huber stellt sich klar hinter Piëch

Die Gewerkschaft IG Metall und das Land Niedersachsen als zweitgrößter Aktionär geben dem Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech Rückendeckung. "Es gibt keinen Grund, den Rücktritt von Dr. Piech zu betreiben. Die Arbeitnehmer haben zum wiederholten Male erklärt, dass wir die Kombination zweier starker Persönlichkeiten an der Spitze von Volkswagen schätzen", erklärte der frühere IG-Metall-Chef und stellvertretende VW-Aufsichtsratsvorsitzende Berthold Huber.

"Wir haben die feste Absicht, mit Dr. Piech und Dr. Winterkorn den erfolgreichen Weg von Volkswagen auch in Zukunft fortzusetzen." Eine Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung sagte, Ministerpräsident Stephan Weil stehe weiter zu seiner Haltung, die Zusammenarbeit sowohl mit Piech als auch mit VW-Chef Winterkorn fortsetzen zu wollen.

Aufsichtsrat stellt sich gegen Vorsitzenden

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" war es bei einer Krisensitzung des VW-Präsidiums in Salzburg fast zu einer Revolte gegen Piëch gekommen. Dieser habe sich zunächst hartnäckig geweigert, Winterkorn im Amt zu belassen und einer entsprechenden Erklärung der fünf anderen Mitglieder zuzustimmen, schrieb die Zeitung und berief sich auf Kreise des Aufsichtsrats. Die fünf Aufsichtsräte hätten Piëch jedoch jedes Zugeständnis ausgeschlagen und seien bereit gewesen, ihn notfalls zum Rücktritt aufzufordern.

Erst als der Aufsichtsratsvorsitzende am Freitagmorgen einlenkte, habe Volkswagen die Meldung zum Festhalten an Winterkorn veröffentlichen können. Der Konzern wollte sich auch zu diesem Bericht nicht äußern.

Aufsichtsratschef Piëch hatte eine Woche zuvor dem Konzernchef das Vertrauen entzogen und Volkswagen damit in eine Führungskrise gestürzt. Das Präsidium des Aufsichtsrates stärkte Winterkorn dann aber den Rücken.

Der Manager soll an der Spitze von Europas größtem Autobauer bleiben. Zugleich wurde ihm eine Verlängerung seines Vertrages über 2016 hinaus in Aussicht gestellt. "Man muss nach der Sitzung vom Donnerstag die Geschäftsfähigkeit des Vorsitzenden infrage stellen", so ein Aufsichtsrat.

VW-Chef Winterkorn fehlt auf Automesse

Noch vor dem eigentlichen Startschuss hat die Automesse in Shanghai indes ihre erste dicke Überraschung. Während die Autowelt in ihr neues Mekka in die ostchinesische Hafenmetropole pilgert, fehlt VW-Chef Martin Winterkorn entgegen der eigentlichen Planung in China - Volkswagens mit Abstand größtem und wichtigstem Markt.

"Herr Winterkorn hat sich wegen eines grippalen Infekts dazu entschieden, nicht nach Asien zu reisen", sagte Konzernsprecher Andreas Lampersbach.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
Anzeige
Sichern Sie sich 40% Rabatt auf den nächsten Möbeleinkauf
bei der Jubiläumsaktion auf XXXLutz
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal