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Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss sich vor Gericht verantworten

Vorwurf der Marktmanipulation  

Ex-Porsche-Chef Wiedeking angeklagt

20.04.2015, 12:12 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss sich vor Gericht verantworten. Manipulationsvorwürfe gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. (Quelle: dpa)

Manipulationsvorwürfe gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und der frühere Finanzvorstand Holger Härter müssen sich wegen der gescheiterten VW-Übernahme vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die Manager erhoben, weil sie den Finanzmarkt zwischen 2007 und 2009 nicht ausreichend über Porsches Pläne zum VW-Einstieg informiert haben sollen.

Die Behörde wirft ihnen Marktmanipulation vor. Sie ermittelt inzwischen auch gegen den gesamten früheren Aufsichtsrat der Porsche SE wegen Beihilfe zur Marktmanipulation. Wiedeking und Härter weisen die Vorwürfe zurück.

Eine Entscheidung über Zeugen und Sachverständige, die im Prozess auftreten sollen, ist nach Angaben des Landgerichts Stuttgart allerdings noch nicht gefallen. Bei einer Verurteilung drohen eine Geldstrafe oder sogar bis zu fünf Jahre Haft. Wie das Gericht mitteilte, findet der erste Verhandlungstermin am 31. Juli statt.

Übernahme heimlich vorangetrieben

Während die Porsche-Chefs zwischen Frühling und Herbst 2008 mehrfach gegenüber der Finanzwelt dementierten, bei VW nach der Macht greifen und beim Anteil die 75-Prozent-Schwelle erreichen zu wollen, sollen sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft heimlich genau diesen Plan vorangetrieben haben.

Wiedeking und Härter stehen bereits seit Jahren im Fokus der Ermittler - vom Bündel der anfänglichen Anschuldigungen ist allerdings nicht mehr viel übrig. So hatte es zunächst sogar Vorwürfe wegen zweierlei Straftatbestände möglicher Marktmanipulation gegeben. Auch den Vorwurf der Untreue ließ die Staatsanwaltschaft fallen.

Härter bereits verurteilt

Im Zusammenhang mit dem Übernahmekrimi wurde Porsches früherer Finanzchef Härter bereits wegen Kreditbetrugs zu einer Geldstrafe verurteilt. Zudem haben zahlreiche Investoren die Porsche Holding SE mit Klagen überzogen, weil sie sich über die Übernahmepläne rückblickend falsch informiert fühlen und Schadensersatz verlangen.

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