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Prozess um Prozessbetrug: Deutsche-Bank-Manager lassen Vorwürfe zurückweisen

Prozess um Prozessbetrug  

Deutsche-Bank-Manager lassen Vorwürfe zurückweisen

28.04.2015, 17:51 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Prozess um Prozessbetrug: Deutsche-Bank-Manager lassen Vorwürfe zurückweisen. Die angeklagten Deutsche-Bank-Manager vor Gericht: Rolf Breuer (vorne rechts), Josef Ackermann (Mitte links) und Jürgen Fitschen (hinten rechts). (Quelle: dpa)

Die angeklagten Deutsche-Bank-Manager vor Gericht: Rolf Breuer (vorne rechts), Josef Ackermann (Mitte links) und Jürgen Fitschen (hinten rechts). (Quelle: dpa)

Im Strafprozess gegen fünf aktive und ehemalige Top-Manager der Deutschen Bank haben die Verteidiger die Vorwürfe gegen die Angeklagten zurückgewiesen. Gleichzeitig kritisierten sie die Staatsanwaltschaft. "Es gab weder einen Komplott der Angeklagten, noch die Strategie zum Prozessbetrug", sagte der Anwalt von Ex-Vorstandschef Josef Ackermann, Eberhard Kempf, vor dem Landgericht München.

Zuvor war die Anklageschrift verlesen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem amtierenden Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und vier ehemaligen Kollegen vor, die Richter im Verfahren um Schadenersatz für die Pleite des Medienkonzerns Kirch getäuscht zu haben.

Verteidiger Kempf sagte zum Abschluss des ersten Verhandlungstages, die Staatsanwaltschaft habe sich eine "Story" zusammengereimt, die sich zwar wie ein Wirtschaftskrimi anhöre, sich aber in Widersprüche verstricke und substanzlos sei. Dies werde der Prozess auch zeigen.

"Herr Ackermann und die anderen Angeklagten werden freizusprechen sein", so der Anwalt. Fitschens Verteidiger Hanns Feigen warf der Staatsanwaltschaft vor, handschriftliche Dokumente, die die Angeklagten entlasteten, monatelang zurückgehalten zu haben. Die Anklage werde in sich zusammenfallen. Feigen hatte auch Uli Hoeneß in dessen Steuerprozess verteidigt. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

Vorwurf: Falsche Aussagen abgesprochen

Kirch, der 2011 starb, hatte die Deutsche Bank für den Zusammenbruch seines Medienimperiums 2002 verantwortlich gemacht. Der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf E. Breuer hatte in einem Interview Kirchs Kreditwürdigkeit angezweifelt. Kirch verklagte die Bank auf zwei Milliarden Euro. Kernfrage in dem Schadenersatzprozess war, ob Breuer mit dem Interview beabsichtigte, der Bank lukrative Aufträge zur Zerschlagung der Mediengruppe zu verschaffen.

Im Februar 2014 wurde der Schadenersatzstreit zwar mit einem teuren Vergleich beigelegt: Die Deutsche Bank zahlte 925 Millionen Euro an die Kirch-Erben, die ihre Klagen zurücknahmen. Anschließend ermittelte die Staatsanwaltschaft aber auf versuchten Prozessbetrug. Die Banker sollen sich abgesprochen haben, um durch falsche Angaben vor Gericht Schadenersatzzahlungen abzuwehren.

Die Anklageschrift umfasst 627 Seiten. Der Strafrahmen für die Angeklagten liegt im Fall einer Verurteilung bei sechs Monaten bis zehn Jahren Haft. Für Fitschen geht es darüberhinaus um den eventuellen Verlust seines Jobs.

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