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VW-Patriarch Piëch stänkert gegen seine Nachfolgerinnen

Patriarch gibt keine Ruhe  

Piëch stänkert gegen seine Nachfolgerinnen

01.05.2015, 08:11 Uhr | rtr, dpa

VW-Patriarch Piëch stänkert gegen seine Nachfolgerinnen. Ferdinand Piëch gibt auch nach seinem Abtritt bei VW keine Ruhe. (Quelle: Imago / Ipon)

Ferdinand Piëch gibt auch nach seinem Abtritt bei VW keine Ruhe. (Quelle: Imago / Ipon)

Die Volkswagen AG hat die Suche nach zwei neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats beendet. Konzern-Patriarch Ferdinand Piëch lässt jedoch nicht locker und funkt erneut dazwischen.

Einem Online-Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge widersprach der Großaktionär des Autobauers dem Vorschlag des Firmenvorstands, zwei seiner Nichten in das Kontrollgremium zu berufen. Ihnen würde die Erfahrung in der Automobilindustrie fehlen. Er schlug stattdessen den ehemaligen Linde-Chef Wolfgang Reitzle und die ehemalige Siemens -Managerin Brigitte Ederer vor. Weder VW noch Piëchs Büro wollten sich zu dem Bericht äußern.

Der Konzern hatte zuvor mitgeteilt, das Amtsgericht Braunschweig habe auf Antrag des VW-Vorstands Louise Kiesling und Julia Kuhn-Piëch mit sofortiger Wirkung zu Mitgliedern des Kontrollgremiums bestellt. Sie sollen Piëch und dessen Ehefrau Ursula ersetzen. Der VW-Großaktionär war am vergangenen Wochenende von allen Ämtern in dem weltumspannenden Unternehmen zurückgetreten.

Frauenanteil-Vorgabe erfüllt

Mit der Neubesetzung würde die Seite der Kapitaleigner im VW-Aufsichtsrat die ab 2016 geltende Zielvorgabe von 30 Prozent Frauenanteil schon heute erfüllen. Annika Falkengren ist die dritte Frau auf der insgesamt zehnköpfigen Kapitalseite. Aufseiten der Arbeitnehmer sitzt bisher erst eine Frau: Babette Fröhlich von der Gewerkschaft IG Metall.

Die beiden neuen Mitglieder Aufsichtsrates stammen aus dem PS-Clan der Porsches und Piëchs. Louise Kiesling ist eine Tochter der verstorbenen Louise Daxer-Piëch (1932 bis 2006). Ihr Mutter Louise Porsche (1904 bis 1999) ist wiederum eine Tochter des Porsche-Gründers und VW-Käfer-Ingenieurs Ferdinand Porsche (1875 - 1951). Sie hatte in den Namen Piëch hineingeheiratet, weswegen der Clan seither nicht mehr einheitlich Porsche heißt.

Julia Kuhn-Piëch ist eine Tochter von Hans Michel Piëch, der bereits im Aufsichtsrat sitzt und Ferdinand Piëchs jüngerer Bruder ist. Seine Generation umfasst vier Geschwister. Die beiden Nachrücker entstammen beide der vierten Familiengeneration.

Louise Kiesling ist 57 Jahre alt. Sie hat den Angaben zufolge nach Studienabschlüssen in Modedesign (Universität für Angewandte Kunst, Wien) und Automobildesign (Royal College of Art, London) als Designerin in Deutschland, Österreich und Großbritannien gearbeitet. Sie ist Gesellschafterin und Geschäftsführerin mehrerer Wirtschaftsunternehmen, darunter befindet sich die Textilmanufaktur Backhausen GmbH (Hoheneich, Österreich).

Julia Kuhn-Piëch ist 34 Jahre alt, wohnt wie Großteile des Familienclans in Salzburg und ist Immobilienkauffrau. Sie übt bereits eine Aufsichtsratsfunktion bei der VW-Nutzfahrzeugtochter MAN aus. Sie studierte Jura und anschließend an der Technischen Universität Wien Immobilien- und Liegenschaftsmanagement.

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