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PwC-Studie sieht "Goldenes Zeitalter" für Milliardäre vor dem Ende

Studie zu Superreichen  

"Goldenes Zeitalter" für Milliardäre vor dem Ende?

26.05.2015, 16:46 Uhr | rtr, t-online.de

PwC-Studie sieht "Goldenes Zeitalter" für Milliardäre vor dem Ende. Luxus-Jachten im Hafen: Das weltweite Milliardärs-Wachstum dürfte bald enden. (Quelle: Reuters)

Luxus-Jachten im Hafen: Das weltweite Milliardärs-Wachstum dürfte bald enden. (Quelle: Reuters)

Weltweit haben Milliardäre in den vergangenen Jahren riesige Vermögen angehäuft. Auch die Zahl der Superreichen wuchs rasant. Doch einer neuen Studie zufolge dürfte das Wachstum bald deutlich abebben. Die UBS und das Beratungsunternehmen PwC sehen schon das Ende des "Goldenen Zeitalters" für Mega-Reiche heraufziehen. Die These, dass die Reichen immer reicher werden, gilt demnach nicht für alle Zeiten.

Im vergangenen Jahr besaßen über 1300 Milliardäre rund 5,4 Billionen Dollar, ist der Studie zu entnehmen. Treiber des Wachstums waren Internet-Unternehmer und Hedge-Fonds-Manager in den USA sowie Industrielle und Immobilien-Investoren in Asien. 1995 kam dieses oberste Segment in den berücksichtigten 14 Ländern erst auf 0,7 Billionen Dollar.

Europäische Milliardäre sind am reichsten

Europäische Milliardäre sind im Durchschnitt übrigens reicher als ihre amerikanischen und asiatischen Kollegen. Mit einem durchschnittlichen Vermögen von 5,7 Milliarden Dollar haben sie mehr Geld auf der hohen Kante als amerikanische und asiatische Milliardäre. Die amerikanischen Milliardäre bringen es im Durchschnitt auf 4,5 Milliarden Dollar, asiatische Milliardäre auf bescheidene 3,2 Milliarden.

"Wir erleben das zweite 'Goldene Zeitalter'", erklärte Josef Stadler, der bei der UBS das Geschäft mit den sogenannten Ultra High Net Individuals verantwortet. Die vergangenen 35 Jahre könnten nur mit der Zeit um 1900 verglichen werden, als Männer wie John Rockefeller oder Andrew Carnegie mit Öl und Stahl reich wurden.

OECD: Gefälle auf 30-Jahres-Hoch

Wie die damalige Ära dürften das von Deregulierung, dem Wachstum in Schwellenländern und dem technologischen Fortschritt befeuerte Umfeld für Milliardäre aber nicht ewig anhalten. Im Gegensatz zu anderen Experten rechnen UBS und PwC damit, dass sich das starke aktuelle Wachstum in den nächsten zehn bis 20 Jahren deutlich verlangsamen dürfte.

Kriege, Vorstöße von Regulatoren gegen Monopole und Steuererhöhungen zur Bekämpfung der zunehmenden Ungleichheit könnten der "Unternehmerischen Epoche" ein Ende setzen, prognostizierten die Autoren. Einer in der Vorwoche veröffentlichten Studie der OECD zufolge ist das Gefälle zwischen Reich und Arm in den meisten Ländern heute so groß wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Die Familie kann das Geld oft nicht zusammen halten

Eine Gefahr für die Vermögen kommt aber auch aus den eigenen Reihen: Die Familie kann das Geld oft nicht zusammen halten. Die meisten Milliardäre sind Unternehmer, die den Reichtum selbst erarbeitet haben. Einige setzen Geld danach für wohltätige Zwecke ein. Andere vererben ein Unternehmen, das später verkümmert. Zudem hat eine Familie von Generation zu Generation of mehr Mitglieder, die sich das Vermögen teilen müssen.

Das Geschäft der UBS dürfte trotzdem weiter brummen. Stadler rechnet damit, dass der weltgrößte Vermögensverwalter auch in Zukunft Jahr für Jahr sieben bis zehn Prozent mehr Vermögen von Superreichen verwalten wird.

Verschiedene Wege zum Reichtum

Viele der Vermögen in Europa und Asien, die in den letzten 20 Jahren verdient worden waren, haben ihren Ursprung in der Konsumgüterindustrie, nämlich 50 Prozent in Europa und 20 Prozent in Asien. Dagegen haben in den USA die meisten Selfmade-Milliardäre ihr Vermögen in der Finanzbranche gemacht (30 Prozent).

Die asiatischen Selfmade-Milliardäre unterscheiden sich insofern von denen im Rest der Welt, als dass sie ihre Vermögen erst in jüngster Zeit verdient haben. Asiatische Milliardäre sind mit einem Durchschnittsalter von 57 Jahren in der Regel um zehn Jahre jünger als Milliardäre in Europa und in den USA.

Außerdem wuchs ein großer Anteil von ihnen (25 Prozent) in ärmlichen Verhältnissen auf. Dies trifft nur auf acht Prozent der Milliardäre in den USA und sechs Prozent der Milliardäre in Europa zu.

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