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Kirk Kerkorian ist tot: "König von Las Vegas" gestorben

"König von Las Vegas"  

US-Milliardär Kirk Kerkorian gestorben

17.06.2015, 08:03 Uhr | dpa, t-online.de, AFP

Kirk Kerkorian ist tot: "König von Las Vegas" gestorben. Der amerikanische Milliardär und Unternehmer Kirk Kerkorian ist tot. (Quelle: Reuters)

Der amerikanische Milliardär und Unternehmer Kirk Kerkorian ist tot. (Quelle: Reuters)

Der legendäre US-Milliardär und Finanzier Kirk Kerkorian ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Kerkorian, der auch als "König von Las Vegas" bekannt wurde, starb am späten Montagabend in Los Angeles. Dies sagte am Dienstag ein Sprecher seiner Firma MGM Resorts International der Nachrichtenagentur AFP.

Kerkorian sei eine "ruhige aber kraftvolle Größe" beim Aufbau von Las Vegas als eines der beliebtesten Touristenziele gewesen, erklärte MGM Resorts. Er sei außerdem als großzügiger Mensch bekannt gewesen und habe "hunderte Millionen Dollar" für Wohltätigkeitszwecke weltweit gespendet.

393. Platz bei Forbes

Laut der Vermögensliste des US-Magazins "Forbes" stand Kerkorian dort mit geschätzten vier Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) an 393. Stelle. Der Chef von MGM Resorts, Jim Murren, erklärte, die Firma und die "gesamte Familie von 62.000 Angestellten" gedenke eines "großartigen Mannes und Unternehmers".

Kerkorian wuchs als Sohn armenischer Einwanderer in armen Verhältnissen im US-Bundesstaat Kalifornien auf. In seiner Jugend schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, während des Zweiten Weltkrieges flog er Kampfeinsätze für die britische Luftwaffe. Nach dem Krieg kaufte er im Westen der USA eine kleine Fluggesellschaft.

Film und Autos waren seine Leidenschaft

Später stieg er ins Kasinogeschäft von Las Vegas ein und errichtete dort mehrere Hotelkomplexe. Daneben widmete er sich seinen Leidenschaften Film und Autos. In den beiden Branchen war er einer der wichtigsten Investoren - allerdings auch für seine teilweise sehr unorthodoxen Geschäfte berühmt-berüchtigt.

Ende der 60er Jahre erwarb er die MGM-Filmstudios, ins Autogeschäft stieg er dann in den 90er Jahren ein.

Klage gegen Daimler

Kerkorian hatte im Jahr 2010 mit seiner Klage gegen den früheren DaimlerChrysler-Konzern für Aufsehen gesorgt. Als Großaktionär von Chrysler fühlte er sich bei der Fusion mit den Stuttgartern getäuscht. Ein US-Gericht wies die Klage später ab.

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