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Arbeitgeberpräsident: Asylbewerber schneller auf Jobmarkt lassen

Schnellere Integration  

Asylbewerbern soll Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden

04.09.2015, 09:32 Uhr | dpa , rtr

Arbeitgeberpräsident: Asylbewerber schneller auf Jobmarkt lassen. Asylbewerber sollen schnelleren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen. (Quelle: dpa)

Asylbewerber sollen schnelleren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen. (Quelle: dpa)

Die deutschen Arbeitgeber dringen auf Lockerungen im Asylrecht, um geflüchtete Menschen möglichst schnell in die Berufswelt zu integrieren. Die Politik müsse dafür sorgen, "dass Asylbewerber nicht viele Monate vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer.

Nötig seien vor allem Deutschkurse vom ersten Tag an und ein Bleiberecht für junge Menschen in Ausbildung, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Bisher sperren wir sie quasi in den Aufnahme-Einrichtungen ein. Was erwarten Sie denn da für ein Resultat? So erzeugen Sie Streitigkeiten und Vandalismus." Die steigenden Flüchtlingszahlen wertete er als Chance für den deutschen Arbeitsmarkt. "Wir brauchen in den nächsten 20 Jahren viel mehr Arbeitskräfte, als dieses Land hervorbringen wird." In Deutschland warten 500.000 freie Stellen auf ihre Besetzung.

Weise: "Arbeit ist die beste Form der Integration"

Ähnlich äußerte sich der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank Jürgen Weise. "Unser Arbeitsmarkt ist derzeit stabil und aufnahmefähig. Wer gut Deutsch spricht und qualifiziert ist, wird schnell eine Stelle finden", sagte er laut "Bild". Dies treffe jedoch nicht auf den Großteil der ankommenden Menschen zu. "Deshalb müssen wir rasch in Sprache und Bildung investieren. Das erhöht die Chancen auf Arbeit. Und Arbeit ist die beste Form der Integration."

Auf die Frage, ob Flüchtlinge dann deutschen Arbeitslosen mögliche Jobs wegnehmen, sagte Weise dem Blatt: "Ausdrücklich Nein. Die Firmen haben so viele offene Stellen wie noch nie, und es fällt immer schwerer diese zu besetzen." Deutschland werde ohne Zuwanderung bis 2025 über 6,5 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter verlieren.

BA bekommt zusätzliches Personal

Daher brauche es "ganz klar" die qualifizierte Zuwanderung. "Mit einfachen und verständlichen Regeln. Wie man das nennt, ist mir nicht wichtig. Hauptsache weniger Bürokratie und schnelle, gute Integration." Um den Ansturm von Flüchtlingen zu bewältigen, werde die BA zusätzliche Stellen erhalten.

Derzeit ist das Asylsystem von anderen Zuwanderungswegen strikt getrennt. Wer einen Asylantrag stellt, kann nicht einfach aus diesem Verfahren ausscheren und ein Arbeitsvisum beantragen.

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