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VW: Piëch soll Winterkorn als Aufsichtsratschef verhindert haben

Medienberichte  

Piëch soll Winterkorn als VW-Aufsichtsratschef verhindert haben

05.09.2015, 14:08 Uhr | t-online.de, dpa, rtr

VW: Piëch soll Winterkorn als Aufsichtsratschef verhindert haben. Bild aus besseren Tagen: Martin Winterkorn (li.) und Ferdinand Piëch dürften sich nicht mehr viel zu sagen haben. (Quelle: dpa)

Bild aus besseren Tagen: Martin Winterkorn (li.) und Ferdinand Piëch dürften sich nicht mehr viel zu sagen haben. (Quelle: dpa)

Der zurückgetretene frühere VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hat offenbar noch mehr Macht im Unternehmen als vermutet. Das legen übereinstimmende Berichte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) und des "Spiegel" nahe.

Demnach hat Piëch dafür gesorgt, dass Vorstandschef Martin Winterkorn nicht an die Aufsichtsratsspitze wechseln und damit sein Nachfolger werden konnte. Stattdessen wird der bisherige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch diesen Posten übernehmen. Piëch und Winterkorn hatten sich im Frühjahr einen teils erbitterten Machtkampf geliefert, an dessen Ende Piëch im April seinen Posten räumen musste.

Piëch setzte sich am Ende durch

Die Medien schreiben nun ohne Angabe von Quellen, die Aufsichtsrats-Personalie sei ursprünglich ganz anders geplant gewesen. Demnach hätten sich die Eigentümer-Familien Porsche und Piëch darauf geeinigt, Winterkorn zum Chef des Aufsichtsgremiums zu machen. Ferdinand Piëch habe jedoch vor wenigen Tagen interveniert und diese Lösung vereitelt. Daraufhin seien die Rollen getauscht worden.

Winterkorn bleibt für weitere zwei Jahre Vorstandsvorsitzender. Er wäre am Ende seiner Dienstzeit 71 Jahre alt.

Der "Spiegel" schreibt, die Familienmitglieder hätten Ferdinand Piëch überstimmen können - hätten aber den Streit nicht eskalieren lassen wollen.

Die Deutsche Presseagentur berichtete unter Berufung auf Konzernkreise, es habe ursprünglich vier Kandidaten gegeben - alle aus dem VW-Konzern, darunter auch Audi-Chef Rupert Stadler.

VW weist Bericht zurück

Ein VW-Sprecher sagte zunächst, dies seien Spekulationen, zu denen sich der Konzern nicht äußere. Später wies der Autobauer den Bericht zurück. Das Präsidium des Kontrollgremiums habe bereits im April Winterkorns Vertragsverlängerung als Konzernchef vorgeschlagen. "Dies ist nun noch einmal vom Aufsichtsratspräsidium bekräftigt worden", so ein VW-Sprecher. Ein Sprecher der Holdinggesellschaft Porsche SE, über die die Familien Porsche und Piëch an VW beteiligt sind, lehnte eine Stellungnahme ab.

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