Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Deutsche Ryanair-Piloten gründen Tarifkommission

"Zwielichtige Methoden"  

Deutsche Ryanair-Piloten schließen sich bei Cockpit zusammen

19.12.2016, 13:55 Uhr | dpa-AFX

Deutsche Ryanair-Piloten gründen Tarifkommission. Maschinen der Fluggesellschaft Ryanair am Flughafen Frankfurt-Hahn. (Quelle: dpa)

Maschinen der Fluggesellschaft Ryanair am Flughafen Frankfurt-Hahn. (Quelle: dpa)

Die deutschen Piloten der irischen Fluggesellschaft Ryanair haben sich in der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit organisiert und eine Tarifkommission gegründet. Ziel seien angemessene Arbeitsverträge statt atypischer Beschäftigung, erklärte die Kommission in Frankfurt.

Cockpit will beim Billigflieger Ryanair über die Arbeitsbedingungen verhandeln. Sie wirft der Airline vor, Piloten in atypischen Verhältnissen zu beschäftigen und spricht von "zwielichtigen Methoden". Ryanair will sich das nicht gefallen lassen und schießt zurück. Die Vereinigung Cockpit erhebe "falsche Behauptungen" und veröffentliche "irreführende Pressemitteilungen", hieß es in Dublin.

Cockpit: Forderung ohne Angst vertreten

"Die Gründung der Ryanair-Tarifkommission zeigt deutlich, dass sich die Piloten der Airline die zwielichtigen Methoden ihres Arbeitgebers nicht länger gefallen lassen und von nun an geschlossen für ihre Rechte als Arbeitnehmer gegenüber dem Unternehmen auftreten werden", sagte VC-Präsident Ilja Schulz. Ryanair-Piloten müssten ihre Wünsche und Sorgen hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Gehalt ohne Angst vor Benachteiligung gegenüber dem Management vertreten können.

Ryanair hat Vorwürfe zu schlechten Arbeitsbedingungen ihres fliegenden Personals stets zurückgewiesen und reagierte scharf. "Bei Ryanair schenken wir falschen Behauptungen von Pilotengewerkschaften der Lufthansa nicht die geringste Aufmerksamkeit", teilte Personalchef Eddie Wilson mit. Man werde sich auch nicht mit "irgendwelchen Komitees" treffen. Die Ryanair-Piloten an den neun deutschen Standorten der Fluggesellschaft könnten jederzeit über die lokalen Betriebsräte verhandeln, teilte die Airline mit.

80 Prozent über Fremdfirmen beschäftigt

Wegen des internationalisierten Arbeitsmarktes brauche man attraktive Arbeitsbedingungen, damit überhaupt genug Personal rekrutiert werden könne. Man zahle auch sämtliche Sozialabgaben. Ryanair verweist bei Gehaltsfragen auf interne Fünfjahres-Abkommen mit der Belegschaft, hat bislang aber keine Tarifverträge mit Gewerkschaften abgeschlossen. Rund ein Drittel der Kapitäne und etwa 80 Prozent der Co-Piloten sind bei Ryanair über Fremdfirmen beschäftigt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Haushaltsgeräte von Samsung kaufen & Prämie sichern
jetzt auf otto.de
Anzeige
Dein Wunschmix: Daten, MIN/SMS wie du es brauchst
Prepaid wie ich will von congstar
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal