Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

NRW plant Disziplinarverfahren gegen Wendt

Nordrhein-Westfalen  

NRW eröffnet Disziplinarverfahren gegen Wendt

08.03.2017, 14:33 Uhr | AFP, dpa

NRW plant Disziplinarverfahren gegen Wendt. Rainer Wendt vor Polizeiauto (Quelle: imago images/Sepp Spiegl)

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte ihren Bundesvorsitzenden Rainer Wendt verteidigt (Quelle: Sepp Spiegl/imago images)

Gegen den Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, soll ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Das NRW-Innenministerium habe das Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei (LAFP) aufgefordert, ein solches Verfahren einzuleiten, teilte ein Ministeriumssprecher mit.

Hintergrund sei seine Aufsichtsratstätigkeit für einen Versicherungskonzern.

Der "Spiegel" hatte berichtet, Wendt habe eine Aufwandsentschädigung von 50.000 Euro im Jahr für seinen Posten im Aufsichtsrat des Axa-Versicherungskonzerns erhalten. Über die Zahlungen des Konzerns an Wendt hatten zuvor der Kölner "Express" und die "Rheinische Post" berichtet.

Laut "Spiegel Online" hatte Wendt diese Bezüge weder angegeben noch die Nebentätigkeit angezeigt. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft im Beamtenbund hatte Ende vergangener Woche eingeräumt, dass er zwar jahrelang vom Land Nordrhein-Westfalen Beamtensold bekam, aber nicht als Polizist arbeitete. Seither steht er unter steigendem Druck.

"Spiegel": Bezüge verdoppelt

Unterdessen gehen "Spiegel Online" zufolge auch Gewerkschaftskollegen auf Distanz zu Wendt: Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Erich Rettinghaus, erklärte demnach am Mittwochmorgen per E-Mail seinen Rückzug aus dem DPolG-Bundesvorstand - weil er "die Entscheidungen der Bundesleitung zu den jüngsten belastenden Ereignissen" nicht mittragen könne.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hatte Wendt verteidigt. Dieser habe als Bundesvorsitzender lediglich eine Aufwandsentschädigung erhalten, die in der Summe mit seinen Bezügen als Landesbeamter das Gehalt eines vollzeitbeschäftigten Hauptkommissars nicht übersteige. Allein mit den Einkünften vom Axa-Konzern hätte Wendt diese Bezüge jedoch verdoppelt, wie "Spiegel Online" berichtete.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie Ihren Denim-Look!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal