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BA-Chef Frank-Jürgen Weise: Lieber Arbeit als Hartz IV bezahlen

Statt Schulungsprogramme  

Weise: "Lieber Arbeit als Hartz IV bezahlen"

25.03.2017, 19:16 Uhr | dpa-AFX

BA-Chef Frank-Jürgen Weise: Lieber Arbeit als Hartz IV bezahlen. BA-Chef Weise will Langzeitarbeitslose in staatlich subventionierte Jobs stecken. (Quelle: dpa)

BA-Chef Weise will Langzeitarbeitslose in staatlich subventionierte Jobs stecken. (Quelle: dpa)

Der scheidende Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat sich für einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt für bestimmte Hartz IV-Empfänger ausgesprochen.

"Wir sollten Langzeitarbeitslose ohne Qualifikation, die auf dem normalen Jobmarkt keine Chance haben, nicht weiter in akademische Schulungsprogramme schicken, sondern einen staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für sie schaffen", sagte Weise der "Süddeutschen Zeitung".

Und weiter: "Wir bezahlen ihnen Arbeit, statt ihnen Hartz IV und die Wohnkosten zu zahlen." Das werde "nicht viel teurer".

Weiterbildung geht in die richtige Richtung

Der 65-jährige BA-Chef, der Ende des Monats in den Ruhestand tritt, zeigte sich zuversichtlich, dass es für solche Hartz-IV-Empfänger "genug Arbeit gibt, in gemeinnützigen Bereichen, in kleinen Lebensgemeinschaften, in Vereinen".

Zum Vorschlag von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, das Arbeitslosengeld 1 (ALG) länger zu zahlen, wenn sich der Arbeitslose fortbildet, sagte Weise: "Wenn Anpassungen am ALG 1 mit Weiterbildung/Qualifikation verbunden sind, geht das in die richtige Richtung."

Missbrauch ausschließen

Trotzdem müsse man noch mal nachdenken. "Zu Recht ist ja gleich der Fall eines Arbeitslosen konstruiert worden, der mit 61 Jahren noch zwei Jahre ALG 1 bekommt und dann zwei Jahre umschult. Das wird ja wohl nicht gewollt sein. Solchen Missbrauch muss man ausschließen."

Deutschlands Arbeitgeber hatten die Pläne von Schulz kritisiert. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands BDA, Steffen Kampeter, hatte Schulz vorgeworfen, seine Vorschläge zu Änderungen an der Agenda 2010 würden zu neuen "Warteschleifen in die Frühverrentung" führen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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