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Diskriminierung im Job: So können sich Opfer wehren

Forderung rechtzeitig stellen  

Diskriminierung im Job: So können sich Opfer wehren

21.06.2017, 17:00 Uhr | dpa

Diskriminierung im Job: So können sich Opfer wehren. Frau wird im Büro vom Chef belästigt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Katarzyna Bialasiewicz)

Erleben Berufstätige am Arbeitsplatz Diskriminierung, sollten sie sich wehren. Und das möglichst schnell. (Quelle: Katarzyna Bialasiewicz/Thinkstock by Getty-Images)

Der Chef will einen befristeten Vertrag nicht verlängern. Zunächst begründet er dies mit der Schwangerschaft der Frau – eine Diskriminierung. Betroffene sollten in einem Fall wie diesem schnell handeln.

Grundsätzlich können Opfer einer Diskriminierung am Arbeitsplatz Schadenersatz und Entschädigung verlangen. Allerdings müssen sie ihre Forderung rechtzeitig stellen – diese also innerhalb der gesetzlichen Frist von zwei Monaten am besten schriftlich bei ihrem Arbeitgeber einreichen. Darauf macht die Arbeitnehmerkammer Bremen in ihrem Magazin aufmerksam (Ausgabe Mai/Juni 2017).

Opfer sollten sich nicht verunsichern lassen

In dem genannten Beispiel schob der Arbeitgeber nach der Beschwerde wegen Diskriminierung plötzlich die schlechte Arbeitsleistung der Frau vor. Ein typischer Versuch, das Opfer zu verunsichern, erklären die Experten. Davon sollten sich Betroffene nicht beirren lassen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt sie. Der Chef muss nach einer Beschwerde die Situation prüfen und versuchen, eine Lösung zu finden. Andernfalls können Betroffene vor Gericht gehen.

Mehr Chancen auf Erfolg haben sie dann, wenn sie Beweise sammeln – wenn sie also beispielsweise detailliert ein Gedächtnisprotokoll anfertigen. Darin sollten sie Ort, Uhrzeit, die beteiligten Personen sowie Gesprächsinhalt genau angeben. Denn dann dreht sich die Beweislast um – sie liegt dann beim Arbeitgeber. Der Chef müsste dann also die schlechte Arbeitsleistung der Frau vor Gericht beweisen.

Hilfe und Beratung erhalten Betroffene beim Betriebsrat sowie bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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