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Metallerstreik: Tausende Autos laufen nicht vom Band

Stillstand bei BMW und Audi  

Metallerstreik: Tausende Autos laufen nicht vom Band

02.02.2018, 11:00 Uhr | sm, dpa, rtr

Metallerstreik: Tausende Autos laufen nicht vom Band. Gewerkschafter mit IG Metall-Fahne: Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben Metallarbeiter in mehreren Bundesländern die Warnstreiks fortgesetzt. (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)

Gewerkschafter mit IG Metall-Fahne: Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben Metallarbeiter in mehreren Bundesländern die Warnstreiks fortgesetzt. (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa)

Die Werktore sind geschlossen, die Fließbänder stehen still. Die IG Metall erhöht den Druck auf die Arbeitgeber. Diese nähern sich bei den Gehältern an, nicht jedoch bei den Arbeitszeiten. Derweil stehen die Fließbänder der deutschen Automobilindustrie weiter still.

Im Tarifstreit in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben am Freitagmorgen ganztägige Warnstreiks bei den Autobauern begonnen. Seit Mitternacht legten rund 7.000 Beschäftigte bei BMW in München ihre Arbeit nieder. Auch beim größten deutschen BMW-Werk in Dingolfing steht die Produktion seit fünf Uhr morgens still. Hier beteiligen sich 13.700 Beschäftigte an den Warnstreiks der IG Metall. Rund 1.600 Autos werden heute nicht vom Band laufen. Seit den Morgenstunden sind auch bei Audi in Ingolstadt und Münchsmünster für 24 Stunden die Werktore geschlossen. Bereits am Donnerstag hatten rund 23.000 Beschäftigte der Branche in Bayern die Arbeit ruhen lassen.

"Wir wollen den Konflikt lösen"

Für die Arbeitgeber kommt der Streik bereits jetzt teuer zu stehen. "Treten pro bestreiktem Betrieb im Schnitt 200 Beschäftigte – also insgesamt 50.000 Beschäftigte – in den Tagesstreik, verlieren die betroffenen Betriebe insgesamt 62 Millionen Euro pro Tag, ausgehend von einer Fünf-Tage-Woche." Würden vor allem größere Betriebe bestreikt, könnten sich die Umsatzausfälle auf 90 Millionen Euro erhöhen, erklärt Tarifexperte Hagen Lesch vom IW Köln.

An einer länger andauernden Auseinandersetzung kann den Arbeitgebern nicht gelegen sein. Sie hoffen auf ein baldiges Ende des Tarifkonflikts: "Wir hoffen, dass wir Anfang nächster Woche diesen Konflikt beilegen können", sagte Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger am Freitag im "ZDF-Morgenmagazin". Das Gewerkschaftsangebot, am kommenden Montag nach tagelangen Warnstreiks in ganz Deutschland die Verhandlungen wieder aufzunehmen, will Gesamtmetall folgen. "Wir wollen zurück an den Verhandlungstisch, wir wollen den Konflikt lösen", unterstrich Dulger.

Sechs Prozent mehr Lohn, aber keine Arbeitszeitverkürzung

Die Arbeitgeber seien bereit, beim Geld die Beschäftigten am Erfolg der Branche zu beteiligen. Sie hätten schon angeboten, "deutlich über sechs Prozent" mehr Lohn zu zahlen, wobei noch unterschiedliche Auffassungen bei den Laufzeiten bestehen. Die Forderung aber, den Beschäftigten unter bestimmten Umständen, etwa zur Pflege kranker Familienmitglieder, einen Anspruch auf Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden bei vollem Lohnausgleich zu gewähren, passe "politisch überhaupt nicht in die Zeit" und sei auch ungerecht, sagte Dulger. Einen Vertrag mit einer solchen Regelung könnten die Arbeitgeber nicht zustimmen.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Reuters
  • eigene Recherchen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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