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Öffentlicher Dienst: Arbeitgeber warnen vor Jobverlusten

Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen  

Arbeitgeber warnen vor Jobverlusten im öffentlichen Dienst

26.02.2018, 11:15 Uhr | AFP

Öffentlicher Dienst: Arbeitgeber warnen vor Jobverlusten. Zwei Männer von der Müllabfuhr entleeren Graue Tonnen: Bei der Entsorgungswirtschaft liegen die Tariflöhne des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst schon jetzt in der Regel über den Gehältern der privaten Konkurrenten. (Quelle: Caroline Seidel/dpa)

Zwei Männer von der Müllabfuhr entleeren Graue Tonnen: Bei der Entsorgungswirtschaft liegen die Tariflöhne des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst schon jetzt in der Regel über den Gehältern der privaten Konkurrenten. (Quelle: Caroline Seidel/dpa)

Vor dem Beginn der Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Angestellten der Kommunen und des Bundes haben die Arbeitgeber vor Stellenverlusten im öffentlichen Dienst gewarnt.

"Ein Beschäftigter, dessen Tätigkeit ausgegliedert oder privatisiert wird, hat nichts von einem Elf-Prozent-Lohnplus", sagt der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er wolle aber "alle Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst halten".

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Böhle und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) kommen am Montagnachmittag (26. Februar) mit den Verhandlungsführern der Gewerkschaften des öffentlichen Diensts in Potsdam zusammen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, der Deutsche Beamtenbund, GEW und GdP fordern sechs Prozent mehr Lohn.

Durch weitere Nebenforderungen summiert sich die Forderung nach Verdi-Angaben auf sieben Prozent und eine Gesamtsumme von sechs Milliarden Euro. Bund und Kommunen weisen die Forderung ungeachtet sprudelnder Steuereinnahmen als überzogen zurück. Die zweite Tarifrunde findet Mitte März, die dritte Runde Mitte April statt.

Öffentlicher Dienst kaum noch wettbewerbsfähig

Das von den Gewerkschaften verlangte Plus von mindestens 200 Euro im Monat bedeute in einer niedrigen Entgeltgruppe ein wesentlich höheres Plus als die ansonsten geforderten sechs Prozent, sagt Böhle der "NOZ". "In der Spitze läge das Lohnplus bei über elf Prozent." Der Mindestbetrag verteuere vor allem die Entgeltgruppen, bei denen der öffentliche Dienst schon jetzt kaum noch wettbewerbsfähig sei.

Als Beispiele für Entgeltgruppen mit hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck nennt Böhle

  • die Servicebereiche in Krankenhäusern,
  • Hilfs- und Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen,
  • die Bodenverkehrsdienste an Flughäfen sowie
  • die Entsorgungswirtschaft und
  • den Nahverkehr.

In diesen Bereichen liegen die Tariflöhne des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst nach Angaben des VKA-Präsidenten schon jetzt in der Regel über den Gehältern der privaten Konkurrenten.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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