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Wann darf der Arbeitgeber ein Führungszeugnis verlangen?

Bewerber und Arbeitnehmer  

Darf der Arbeitgeber ein Führungszeugnis verlangen?

18.02.2019, 10:06 Uhr | Amelie Breitenhuber, dpa-tmn, dpa

Wann darf der Arbeitgeber ein Führungszeugnis verlangen?. Polizeiliches Führungszeugnis (Quelle: imago/Rolf BraunRolf Braun )

Polizeiliches Führungszeugnis: Verweigert der Bewerber beim Vorstellungsgespräch die Aushändigung des Dokuments, ist dies oft schon ein Ausschlusskriterium für den Job. (Quelle: Rolf BraunRolf Braun /imago)

Vorbestraft oder nicht? Einige Arbeitgeber gehen auf Nummer sicher und verlassen sich nicht nur auf die Aussagen ihres Mitarbeiters, sondern wollen es zusätzlich schwarz auf weiß wissen – und zwar in Form eines Führungszeugnisses. 

Das Führungszeugnis ist ein Auszug aus dem Bundeszentralregister und listet Strafen auf, die Gerichte gegen eine Person verhängt haben. Das kann für einen Arbeitgeber interessant sein. Zeugnisse, Abschlussdokumente und Versicherungsunterlagen muss in der Regel jeder einreichen, der eine neue Stelle antritt. Doch wie sieht es mit dem Führungszeugnis aus? Können Arbeitgeber das von Bewerbern oder Angestellten verlangen?

Zeitpunkt der Anfrage ist entscheidend

"Das kommt auf das Arbeitsverhältnis an", erklärt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. Ein polizeiliches Führungszeugnis dürfe der Arbeitgeber nur verlangen, wenn er ein berechtigtes Interesse vorweisen kann. Ein solches Interesse kann bei Berufen im Sicherheits- oder Bankwesen vorliegen, "zum Beispiel, wenn ein Arbeitnehmer in einer Spielbank arbeitet", wie der Fachanwalt erklärt.

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Daneben kann es eine Rolle spielen, wann der Arbeitgeber die Frage nach dem polizeilichen Führungszeugnis stellt. "Vor Beginn des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer in der Regel schlechte Chancen, sich dieser Bitte zu verweigern", so Schipp. Denn dann sei das Bewerbungsverfahren aller Wahrscheinlichkeit nach beendet – auch wenn das fehlende Führungszeugnis nicht als Grund für eine Ablehnung des Bewerbers angegeben wird.



"In einem bestehenden Arbeitsverhältnis aber kann ein Arbeitnehmer auf jeden Fall sagen, dass er sein Führungszeugnis nicht vorlegen möchte", erläutert Schipp. Hat der Arbeitgeber kein berechtigtes Interesse, ist dieser Wunsch völlig legitim.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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