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Zukunftsbranche für Experten: Berufe rund um Künstliche Intelligenz

Zukunftsbranche für Experten  

Berufe rund um Künstliche Intelligenz

25.03.2019, 04:33 Uhr | dpa

Zukunftsbranche für Experten: Berufe rund um Künstliche Intelligenz. Einen Roboterassistenten entwickeln, bauen, programmieren und warten: Das gehört zu den Aufgaben von Spezialisten für autonome Systeme und Robotik.

Einen Roboterassistenten entwickeln, bauen, programmieren und warten: Das gehört zu den Aufgaben von Spezialisten für autonome Systeme und Robotik. Foto: Alexander Heinl. (Quelle: dpa)

Saarbrücken (dpa/tmn) - Selbstlernende Computersysteme? Die können für Unternehmen, die ständig interne Prozesse optimieren müssen, ein echter Gewinn sein.

Maschinelles Lernen (ML) ist hier ein wichtiges Stichwort. Basis sind riesige Datenmassen, die mittels Künstlicher Intelligenz (KI) aufbereitet und analysiert werden. Viele Arbeitsprozesse können dann automatisiert ablaufen.

Fachkräfte dringend benötigt

Auf der einen Seite bestehen daher Ängste, dass KI langfristig menschliche Arbeitskraft ersetzen wird. Andererseits braucht es neue Berufsbilder und speziell ausgebildete Informatiker, die Systeme und Anwendungen sowohl trainieren als auch kontrollieren.

"Der Bedarf an Fachkräften ist riesig", sagt Lukas Klingholz vom IT-Branchenverband Bitkom. Das Problem: Viele Unternehmen haben das Potenzial für ML und KI, können es aber nicht nutzen, weil die Spezialisten dafür fehlen. Doch welche Berufsbilder sind in den Bereichen eigentlich gefragt?

Spezialisten in drei Anwendungsbereichen

"Im Prinzip sind es drei Gruppen", erklärt Prof. Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken. Es gibt Spezialisten für Maschinelles Lernen, Spezialisten für autonome Systeme und Robotik sowie Spezialisten für Sprachtechnologie. In der Regel haben sie sich im Rahmen ihres Informatik-Studiums im Hauptstudium auf KI spezialisiert.

Spezialisten für maschinelles Lernen kümmern sich darum, riesige Datenmengen in ein Computerprogramm einzugeben und so zu trainieren, dass es eines Tages selbstständig Probleme löst. Je genauer mit der Zeit die Annahmen werden, desto eindeutiger ist es, dass das Programm - beziehungsweise die Maschine, auf der es installiert ist - selbstständig lernt, und zwar mit Hilfe von Daten und Erfahrungen. "KI-gesteuerte Prozesse werden unter anderem zur Qualitätssicherung eingesetzt", erläutert Klingholz. Zum Beispiel ein Lackierkontrollsystem das in Lage ist binnen Sekunden herauszufinden, ob die Lackierung eines Fahrzeugs fehlerfrei ist.

Sehr gute Verdienstaussichten

"Spezialisten für maschinelles Lernen sind momentan besonders stark gefragt", betont Wahlster. Schon unmittelbar nach dem Studium erzielen sie Jahresbruttogehälter zwischen 60.000 und 70.000 Euro. Der Verdienst steigt mit zunehmender Berufserfahrung.

Spezialisten für autonome Systeme und Robotik wiederum entwickeln und bauen kognitive Systeme und Roboter, die dann unmittelbar mit Menschen kooperieren. Sie programmieren, trainieren und kontrollieren die Systeme und Roboter- und sind für die Wartung zuständig. Beispiele sind etwa autonom fahrende Autos oder Transportsysteme in Fabriken.

Spezialisten für autonome Systeme und Robotik sind weltweit gefragt. Ihr Jahresbruttoverdienst liegt laut Wahlster ebenfalls im Schnitt bei um die 60.000 Euro und kann sich im Laufe der Jahre auf weit über 150.000 Euro steigern.

Ein Sprachassistent im Smartphone oder im Navigationssystem oder ein sprechendes Handbuch zu einem Produkt: Damit haben heutzutage viele Verbraucher tagtäglich zu tun. Bis ein virtueller Assistent in der Lage ist, aussagekräftige Antworten zu geben, ist es ein weiter Weg.

Maschinen müssen trainiert werden

Spezialisten für Sprachtechnologie müssen die virtuellen Assistenten erst für ihre Aufgabe fit machen, also Sprachdaten eingeben und mögliche Dialoge trainieren. Eine Herausforderung besteht etwa darin, einen virtuellen Assistenten so zu trainieren, dass er Blicke und Gestik seines menschlichen Gegenübers erfasst und analysiert.

Spezialisten für Sprachtechnologie werden ebenfalls händeringend gesucht - ihr Jahresbruttoeinkommen beginnt laut Wahlster nach dem Informatik-Studium mit Nebenfach Computerlinguistik mit rund 50 000 Euro - und steigt auch hier mit zunehmender Berufserfahrung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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