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Leser zur Arbeitszeiterfassung: „Gottseidank haben wir ja noch nicht genug Bürokratie“

Lesermeinungen zur Arbeitszeiterfassung  

"Ein bürokratisches Monster ersten Ranges"

Von Charlotte Janus

14.05.2019, 17:28 Uhr
 (Quelle: imago images / imagebroker)

EuGH-Urteil: Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten komplett erfassen. (Quelle: spot on news 24)

Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten komplett erfassen

Arbeitgeber in der EU müssen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten komplett erfassen. Das hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil gegen die Deutsche Bank in Spanien entschieden. (Quelle: spot on news 24)

EuGH-Urteil: Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten komplett erfassen. (Quelle: spot on news 24)


Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter in Zukunft komplett erfassen. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. So haben die t-online.de-Leser auf das Urteil reagiert.

Nach der Entscheidung des EuGH müssen die EU-Mitgliedstaaten sicherstellen, dass Unternehmen die Arbeitszeit aller Arbeitnehmer systematisch erfassen. Unter den t-online.de-Lesern sorgt das für Diskussionsstoff in den Kommentarbereichen. Während einige Leser die neue Regelung klar befürworten, äußern viele auch Bedenken hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzung.  

"Da dürften einige Arbeitgeber schwer durchatmen"

t-online.de-Leser weltoffener sieht die Entscheidung als eindeutig im Sinne der Arbeitnehmer an und stellt entsprechend fest: "Im Interesse der Arbeitnehmer fällt der EuGH ein Urteil. Das sollte eigentlich parteiübergreifend von allen Bürgern als ein Fortschritt in den Arbeitnehmerrechten gewürdigt werden." Auch Leser Realist befindet die Entscheidung für gut: "Da dürften einige Arbeitgeber schwer durchatmen. Sie könnten dann nicht mehr bei Tätigkeiten, die flexible Endarbeitszeiten haben (z.B. Alten- und Krankenpflege, Verkauf, Gastronomie), lediglich die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit abrechnen und damit viele geleistete "Überzeiten" stillschweigend unter den Tisch fallen lassen. Da wird dann künftig peinlichst genau auf ein pünktliches Arbeitsende geachtet werden."

Hat man Außentermine wird es schwierig

Doch nicht alle Leser sehen das so positiv. Viele äußern große Soge, was die Flexibilität ihrer Abreit und die Vertrauensbasis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber angeht. Für Rosch00 hat die Beurteilung der Entscheidung viel mit der Art des jeweiligen Jobs zu tun: "Solange man an einer Stelle arbeitet, z.B. Produktion und Verwaltung, dürfte es kein Problem darstellen, wie und wann die Arbeitszeit erfasst wird. Hat man aber auch "Außerhaustermine" wird es schon schwieriger."

Vor eben diesem Problem steht Leserin Karlotte5, deren Arbeitsplatz nicht immer am selben Ort ist. Sie schreibt: "Meine Arbeit ist mal im Büro, mal unterwegs, mal zu Hause. Wie soll da die Zeiterfassung laufen. Ich als Arbeitnehmer habe dazu wirklich keinen Nerv, darüber Buch zu führen. Allein das würde nochmal richtig Zeit in Anspruch nehmen. Das läuft voll auf Vertrauensbasis."

"Ein bürokratisches Monster ersten Ranges"

Ein anderes Thema, das immer wieder von den Lesern angesprochen wird ist die Bürokratie. WolfKarl befürchtet: "Falls ein solches System der Arbeitszeiterfassung für alle Arbeitgeber unabhängig von der Größe und Anzahl ihrer Mitarbeiter gelten soll, wird die Umsetzung ein bürokratisches Monster ersten Ranges."


Auch Silna sieht den zusätzlichen bürokratischen Aufwand kritisch: "Na Gottseidank haben wir ja noch nicht genug Bürokratie. Bin ich froh, dass ich meine Firma nur noch zwei Jahre führen muss." Sie sieht aber auch etwas Positives in dem Urteil: "Was ich allerdings gut finde, dass Firmen, die mit Überstunden schummeln, die Überstunden nicht mehr unterm Tisch fallen lassen können."

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