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Fristen beachten: Das Arbeitszeugnis unbedingt rechtzeitig beantragen

Fristen beachten  

Das Arbeitszeugnis unbedingt rechtzeitig beantragen

16.08.2019, 10:27 Uhr | dpa

Fristen beachten: Das Arbeitszeugnis unbedingt rechtzeitig beantragen. Häufig gibt es Fristen, nach deren Ablauf der Arbeitnehmer kein Arbeitszeugnis mehr einfordern kann.

Häufig gibt es Fristen, nach deren Ablauf der Arbeitnehmer kein Arbeitszeugnis mehr einfordern kann. Foto: Thalia Engel/dpa. (Quelle: dpa)

Mainz/Berlin (dpa/tmn) - Sind Beschäftigte mit einer Kündigung durch ihren Arbeitgeber nicht einverstanden, können sie versuchen, sich mit einer Kündigungsschutzklage dagegen zu wehren. Ein Arbeitszeugnis erhalten sie trotzdem - sie sollten es aber rechtzeitig beantragen.

Denn wenn sie das Zeugnis erst nach einer gescheiterten Klage einfordern, kann es zumindest für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst zu spät sein. Das zeigt ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 7 Sa 208/18), auf das die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist.

Im konkreten Fall hatte ein Arbeitgeber einem Gemeindearbeiter gekündigt. Der Mann erhob Kündigungsschutzklage, hatte aber keinen Erfolg. Erst anschließend bat er seinen früheren Arbeitgeber um ein Arbeitszeugnis. Das lehnte dieser ab und berief sich dabei auf eine Ausschlussfrist im Tarifvertrag.

Die Klage des Mannes gegen diese Entscheidung scheiterte. Sein Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis sei bereits verfallen, entschied das Gericht. Laut Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst verfallen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, wenn sie nicht innerhalb von sechs Monaten schriftlich geltend gemacht werden.

Das Zeugnis sei bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erteilen, entschied das Arbeitsgericht. Der Anspruch entsteht zu diesem Zeitpunkt und sei sogleich fällig. Das gilt dem Gericht zufolge auch dann, wenn die Parteien in einem Kündigungsschutzprozess über die Rechtmäßigkeit der Kündigung streiten. Der Arbeitnehmer müsse sich nicht bis zum Ende des Prozesses mit einem Zwischenzeugnis begnügen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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