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Lohndumping: Schlecker weist Vorwürfe zurück

Arbeitsbedingungen  

Schlecker wehrt sich gegen Lohndumping-Vorwürfe

18.02.2010, 13:19 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Schlecker wehrt sich gegen Lohndumping-Vorwürfe (Foto: AP)Schlecker wehrt sich gegen Lohndumping-Vorwürfe (Foto: AP) Die Drogeriemarktkette Schlecker hat die Lohndumping-Vorwürfe von Gewerkschaft und Politik zurückgewiesen. Die Arbeitsbedingungen bewegten sich vollkommen im Rahmen des allgemein Üblichen und entsprächen darüber hinaus in jedem Fall den geltenden Bestimmungen, betonte das Unternehmen in Ehingen. Dennoch wolle Schlecker die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Leiharbeitsfirma beenden.

Keine neuen Verträge mehr mit Meniar

Um die öffentliche Diskussion um die Beschäftigung von Leiharbeitnehmern der Firma Meniar zu beenden, habe Schlecker beschlossen, "mit sofortiger Wirkung keine neuen Arbeitnehmerüberlassungsverträge" mit der Firma mehr abzuschließen, teilte ein Sprecher des Unternehmens am Montag auf Anfrage mit. Die Debatte habe die Drogeriemarktkette jedoch "bisher nicht nachvollziehen können".

Lohndumping bei Schlecker

Die Gewerkschaft Ver.di hatte Schlecker vorgeworfen, festangestellte Mitarbeiter in neue Verträge mit deutlich schlechteren Arbeits- und Einkommensbedingungen zu zwingen. Dies erfolge über eine Zeitarbeitsfirma, die einen Stundenlohn von nur 6,78 Euro zahle, sagte Ver.di-Unternehmensbetreuer Achim Neumann. "Wir sind davon überzeugt, dass die Zeitarbeitsfirma konzernintern gegründet wurde, um Tarifverträge zu unterlaufen."

Schlecker: "Desinformations- und Diffamierungskampagne"

Schlecker konterte, die Gewerkschaft habe bereits in der Vergangenheit "gezielte Desinformations- und Diffamierungskampagnen" betrieben. "Es muss befremdlich erscheinen, dass nun Politiker, deren Parteien seit langem stets die Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse gefordert und gesetzlich gefördert haben, nun hier - offenkundig aus populistischen Motiven - mit einzustimmen scheinen", hieß es weiter.

Arbeitsministerium überprüft Schlecker

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kündigte in der ARD an, den Lohndumping-Vorwürfen nachzugehen. "Bei Schlecker gucken wir sehr genau hin, ob da Missbrauch betrieben wird oder ob Gesetze umgangen werden. Wenn das der Fall ist, werden wir diese Schlupflöcher schließen." Eine Sprecherin des Arbeitsministeriums sagte in Berlin, man habe von Schlecker eine Stellungnahme eingefordert, diese liege aber noch nicht vor.

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