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"Mr. Wash" wehrt sich gegen Lohndumping-Vorwurf

Arbeitslohn  

"Mr. Wash" wehrt sich gegen Lohndumping-Vorwurf

18.02.2010, 13:19 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

Mr.Wash wehrt sich gegen die Vorwürfe (Foto: dpa) Mr.Wash wehrt sich gegen die Vorwürfe (Foto: dpa) Die Autowaschanlagenkette "Mr. Wash" hat einen Bericht des ZDF-Magazins "Frontal 21" über angebliches Lohndumping als "verleumderisch" zurückgewiesen. Die seit 2004 neu angestellten etwa 250 Mitarbeiter verdienten im Monat im Durchschnitt 1900 Euro brutto, sagte Vorstandschef Richard Enning auf Anfrage. Er reagierte damit auf Angaben des Magazins, wonach Mitarbeiter vor allem an Schlechtwettertagen bisweilen nur einen Euro am Tag verdienten. "Frontal 21" hatte behauptet, die Mitarbeiter würden nicht nach Arbeitsstunden sondern pro Auto bezahlt

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Mitarbeiter bekommen festen Grundlohn

In seiner Stellungnahme betonte Enning, dass jeder Mitarbeiter einen Grundlohn von 900 Euro brutto bekomme - das seien umgerechnet sechs Euro pro Stunde. Daraus abgeleitet ergibt sich eine wöchentliche Arbeitszeit von 37,5 Stunden. Für die Angestellten an der Außenwäsche kommt laut Enning noch ein Leistungszuschlag von 1,50 bis 3 Euro pro Stunde hinzu - bei einer 37,5-Stunden-Woche entspricht das 225 bis 450 Euro monatlich. In der Innenreinigung gebe es für jedes Auto einen Zuschlag von einem Euro, den sich sechs bis sieben Mitarbeiter am Förderband teilen müssten. Stündlich führen 15 bis 25 Autos über das Band. Umgerechnet sind das bei sieben Mitarbeitern 360 bis 540 Euro pro Monat zusätzlich zum Grundgehalt.



Gute Tage, schlechte Tage

Dass im Winter und bei schlechtem Wetter weniger Autos kämen, sei "Teil des Geschäfts". Aus der Summe der guten und schlechten Tage ergebe sich der Durchschnittslohn. Zudem würden die Mitarbeiter flexibel eingesetzt. Vielen sei es lieber, an den guten Tagen richtig viel Geld zu verdienen und dafür an manchem Regentag nicht kommen zu müssen. Für das Familienunternehmen sei es wichtig, die Mitarbeiter "finanziell bei der Stange zu halten", damit es in Stoßzeiten genug Arbeitskräfte gebe.



Unternehmen prüft rechtliche Schritte

"Wir haben Vollzeitarbeitsplätze geschaffen für nicht oder minder qualifizierte Beschäftigte", sagte Enning. Die Arbeitsbedingungen der insgesamt 600 Mitarbeiter in den 32 Betrieben hielten jeder Prüfung stand. Sein Unternehmen prüfe rechtliche Schritte gegen die Autoren des Beitrags. Die Recherchen von "Frontal 21" bezögen sich vor allem auf Vorfälle in einer Niederlassung in Nürnberg 2008. Dort habe der damalige Geschäftsführer von den Mitarbeitern die Trinkgelder erpresst. Der Mann sei inzwischen verurteilt worden. Enning rechtfertigte auch den Probetag, an dem Interessenten unentgeltlich in einer der Waschanlagen arbeiteten. "Die Behauptung, dadurch würden Lohnkosten gespart, ist unrichtig." Bei der Probearbeit arbeite man in einem ohnehin bestehenden Team mit. Dieses Prozedere sei auch in anderen Branchen und Unternehmen üblich.

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