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Metallindustrie: Tausende Metaller bekommen früher mehr Geld

Tausende Metaller bekommen früher mehr Geld

29.11.2010, 09:28 Uhr | dpa, bab, dpa, t-online.de

Metallindustrie: Tausende Metaller bekommen früher mehr Geld. In der Metallbranche werden Lohnerhöhungen vorgezogen (Foto: dpa)

In der Metallbranche werden Lohnerhöhungen vorgezogen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Jeder fünfte Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie kann sich nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im kommenden Jahr über eine vorgezogene Lohnerhöhung freuen. Mindestens 670.000 der rund 3,4 Millionen Beschäftigten erhielten bereits von Februar an 2,7 Prozent mehr Geld.

Allein in Baden-Württemberg und Bayern hätten Unternehmen für jeweils 200 000 Beschäftigte ein vorgezogenes Gehaltsplus angekündigt. In Nordrhein-Westfalen können bislang 190.000 Metaller mit Entgelterhöhungen schon zum 1. Februar rechnen. Vor allem Großunternehmen hätten den Schritt vereinbart, so unter anderem Audi, Bosch, Porsche, der Anlagenbauer Voith sowie Siemens.

Vorzeitige Tariferhöhung auch in Norddeutschland

Auch zahlreiche Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie aus Norddeutschland ziehen die vertraglich vereinbarte Tariferhöhung vor. Wie die IG Metall Niedersachsen/Sachsen-Anhalt mitteilte, bekommen mehr als 11.000 Beschäftigte ab Februar  mehr Geld. Darunter sind unter anderem die 5500 Siemens-Beschäftigten in Niedersachsen

"Wir gehen davon aus, dass wegen der guten wirtschaftlichen Lage in vielen Betrieben die Erhöhung vorgezogen wird", sagte Gewerkschaftssprecherin Ingrid Gier der Nachrichtenagentur dpa. "Die Beschäftigten haben während der Krise ihren Beitrag geleistet und wollen ihren fairen Anteil am Aufschwung." Viele Unternehmen hätten aber noch nicht abschließend entschieden.

IG Metall macht Druck

Angesichts der guten konjunkturellen Lage dringt die IG Metall weiter auf ein Vorziehen der für 2011 bereits vereinbarten Lohnerhöhung für die Metall- und Elektroindustrie. Die Tarifparteien hatten im Februar noch unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise neben einer Einmalzahlung von 320 Euro eine Nullrunde für das laufende Jahr ausgehandelt.

Erst vom 1. April 2011 an wurden Entgeltsteigerungen für zwölf Monate von 2,7 Prozent vereinbart. Die im Rekordtempo vereinbarte Tarifeinigung sieht aber die Möglichkeit vor, die Lohnsteigerungen je nach konjunktureller Lage der Betriebe durch freiwillige Betriebsvereinbarungen um zwei Monate nach vorn oder nach hinten zu verschieben.

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