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IG Metall: Stahlkocher erhalten ab Dezember mehr Geld

IG Metall: Stahlkocher erhalten mehr Geld

17.01.2012, 14:10 Uhr | dpa, dpa , t-online.de

IG Metall: Stahlkocher erhalten ab Dezember mehr Geld. Auch die Salzgitter-Arbeiter können sich über den neuen Tarifabschluss freuen (Quelle: dpa)

Auch die Salzgitter-Arbeiter können sich über den neuen Tarifabschluss freuen (Quelle: dpa)

Die deutschen Stahlkocher können sich über deutlich mehr Geld ab Dezember freuen. In der Nacht ging die hitzig geführte Tarifdebatte zu Ende und beschert den Stahlarbeitern im Nordwesten des Landes 3,8 Prozent mehr Geld. Der Einigung waren drei Verhandlungsrunden, eine Warnstreikwelle der IG Metall sowie ein Sitzungsmarathon vorausgegangen. Der neue Tarifvertrag gilt ab dem 1. Dezember und läuft bis Februar 2013.

IG Metall mit Tarifvertrag zufrieden

Der neue Tarifvertrag gilt für rund 75.000 Stahlkocher aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. IG Metall Verhandlungsführer Oliver Burkhard wertete das Tarifergebnis für die Beschäftigten als Erfolg. "Unser Ziel haben wir erreicht. Alle Beschäftigten bekommen ordentlich mehr Geld. Ein Plus für unsere Mitglieder, finanzierbar für die Unternehmen." Das Zustandekommen der Einigung bezeichnete er allerdings als "schwere Geburt". Die Frage der Übernahme der Auszubildenden sei ein zentrales Thema der Gespräche gewesen.

Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Stahl, Helmut Koch, äußerte sich zurückhaltend. "Der Tarifabschluss ist uns insbesondere wegen der jüngsten Konjunkturprognosen und der durch die Finanzkrise bedingten Unwägbarkeiten sehr schwer gefallen." Der Anhebung habe man nur wegen der relativ langen Mindestlaufzeit zustimmen können. Er betonte, dass es auch künftig nur eine bedarfsgerechte Übernahme der Auszubildenden geben werde.

Übergangsregelung für Auszubildende

Bei der Vereinbarung zur Übernahme der Auszubildenden wurde eine Übergangsregelung für die derzeitigen Auszubildenden vereinbart, die zusätzliche Einschränkungen enthält, wenn der Arbeitgeber über Bedarf ausgebildet hat. In diesen Fällen gilt jedoch mindestens ein einjähriger Anspruch auf Übernahme.

Bei der Altersteilzeit wurde der geltende Tarifvertrag verlängert und eine Aufstockung des Arbeitgeberbeitrags zur Rentenversicherung von 95 auf 100 Prozent vereinbart. "Hier hätte ich mir mehr gewünscht", sagte Burkhard. Die Altersteilzeit wolle die IG Metall nun spätestens in der nächsten Tarifrunde zu einem zentralen Thema machen, kündigte er an. Über neue Modelle zum fairen Altersausstieg werde in einer Arbeitsgruppe weiter verhandelt. Laut IG Metall wurde verbindlich verabredet, bis zur Ende der Laufzeit des Tarifvertrages Ergebnisse zu erzielen.

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