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Ver.di-Chef will hohes Lohnplus für mehr Binnennachfrage

Ver.di-Chef will mit hohem Lohnplus Binnennachfrage stärken

04.01.2013, 07:35 Uhr | dpa, t-online.de

Ver.di-Chef will hohes Lohnplus für mehr Binnennachfrage. Ver.di-Chef Frank Bsirske: hohes Lohnplus für mehr Kaufkraft im Inland (Quelle: dapd)

Ver.di-Chef Frank Bsirske: hohes Lohnplus für mehr Kaufkraft im Inland (Quelle: dapd)

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Bsirske, will in diesem Jahr hohe Lohnabschlüsse erreichen. Damit solle die Binnennachfrage gestärkt werden, sagte er. Dies sei nötig, weil die europäische Krise auch die deutsche Wirtschaft tangiere. "Die Exportnachfrage wird nachlassen, die Investitionsneigung geht zurück." Für den Öffentlichen Dienst fordern Ver.di und der Beamtenbund beispielsweise 6,5 Prozent.

"In den nächsten zehn Jahren werden im Öffentlichen Dienst 20 bis 25 Prozent der Beschäftigten altersbedingt ausscheiden", sagte Bsirske. Damit der Öffentliche Dienst für den knapper werdenden Berufsnachwuchs attraktiv bleibe, "muss auch das Einkommen stimmen". Der Ver.di-Chef: "In den vergangenen Jahren hat sich die Einkommensschere zwischen Privatwirtschaft und Staat geöffnet. Da muss jetzt gegengesteuert werden."

Lange Reihe von neuen Tarifverhandlungen

Den Auftakt der diesjährigen Tarifrunden bilden Ende Januar die Gehaltsverhandlungen für die rund eine Million Angestellten der Bundesländer, darunter Krankenschwestern, Polizisten und Verwaltungspersonal. Weitere Schwergewichte sind die Metall- und Elektroindustrie mit 3,7 Millionen Mitarbeitern und das Bauhauptgewerbe mit 650.000 Beschäftigten. Für Ver.di stehen unter anderem ab April Tarifverhandlungen für den Einzelhandel an, ebenso für die Lufthansa, die Post AG, die Druckindustrie und die Versicherungen.

Bsirske rechnet bei den Verhandlungen mit den üblichen Konflikten. Ver.di will außerdem eine Übernahmegarantie für Auszubildende und die Anhebung ihrer Vergütung. Gemeinsames Ziel der Gewerkschaften ist auch, eine Vergütungsordnung für die rund 300.000 angestellten Lehrer in den Ländern durchzusetzen.

Bsirske stolz auf reales Lohnplus

Mit den Tarifabschlüssen des vergangenen Jahres zeigte sich Bsirske zufrieden. Es habe 2012 "einige erfreuliche Ergebnisse" gegeben. "Wir haben Reallohnsteigerungen durchgesetzt, teilweise sogar Lohnabschlüsse oberhalb des neutralen Verteilungsspielraumes." Erstmals seit langem seien dabei Inflation und Produktivitätszuwachs berücksichtigt worden.

Für die zwei Millionen Tarifbeschäftigten beim Bund und bei den Kommunen waren nach einer umfangreichen Serie von Warnstreiks in einem Stufenplan Einkommensverbesserungen von insgesamt 6,3 Prozent vereinbart worden. Diese Zahl verteilt sich allerdings auf zwei Jahre. 2012 erhielten die Beschäftigten 3,5 Prozent mehr, zum 1. Januar und 1. August 2013 gab bzw. gibt es noch einmal jeweils 1,4 Prozent Lohnzuschlag.

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