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Mindestlohn: Friseurhandwerk einigt sich auf Untergrenze ab 2015

Friseurhandwerk einigt sich auf Mindestlohn ab 2015

22.04.2013, 18:59 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Mindestlohn: Friseurhandwerk einigt sich auf Untergrenze ab 2015. Einen guten Schnitt haben mit der Einigung vor allem ostdeutsche Friseure gemacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einen guten Schnitt haben mit der Einigung vor allem ostdeutsche Friseure gemacht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Verhandlungen über Mindestlohn für Friseure waren schon in der ersten Runde erfolgreich. In rund zwei Jahren soll es mindestens 8,50 Euro pro Stunde geben. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Ver.di und der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks. Vereinbart wurde ein Stufenmodell, das "ein wichtiger Schritt hin zu einem existenzsichernden Einkommen sein kann", sagte eine Ver.di-Sprecherin.

Löhne steigen in drei Stufen

Der Einigung zufolge sollen die Löhne für Friseure in drei Stufen ansteigen. "Wir fangen mit 6,50 Euro im Osten und 7,50 Euro im Westen an", sagte die Ver.di-Sprecherin. Derzeit verdienen Friseure teils nur rund drei Euro pro Stunde. Vor allem im Osten sind die Löhne extrem niedrig. Die Vereinbarung sei "ein großer Erfolg für eine Branche, die bislang von Niedriglöhnen geprägt war", sagte die Ver.di-Sprecherin.

"Ein starkes Signal"

Die dreistufige Regelung trage den unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in westdeutschen und ostdeutschen Bundesländern Rechnung, erklärte der Zentralverband der Friseure. Hauptgeschäftsführer Rainer Röhr bewertete die Einigung als Erfolg: Sie sei ein "starkes Signal".

Die Tarifparteien hätten bewiesen, dass sie "jenseits politischer Zwangsmaßnahmen zu einer einheitlichen und fairen Lohnuntergrenze für die Beschäftigten und Unternehmen finden". Röhr sprach aber auch von "wirtschaftlichen Probleme, die dadurch in manchen Bereichen eintreten werden".

Modell soll allgemein verbildlich gelten

Die Tarifparteien vereinbarten der Gewerkschaft zufolge nun Verhandlungen, bei denen es um weitere Details gehen soll - etwa den Antrag beim Bundesarbeitsministerium auf Allgemeinverbindlichkeit. Ein Tarifvertrag gilt zunächst nur für die Mitglieder des Zentralverbandes. Erst wenn das Ministerium ihn für allgemeinverbindlich erklärt hat, gilt er für alle Betriebe - auch Billigketten.

Im deutschen Friseurhandwerk arbeiten nach Angaben des Zentralverbands rund 260.000 Beschäftigte. Der Friseurverband will mit einem Mindestlohn den "ruinösen Preiswettbewerb" beenden und den Nachwuchs in der Branche sichern.

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