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Metall-Tarifstreit: Porsche-Betriebsrat droht mit "Streiksommer"

Porsche-Betriebsratschef droht mit "Streiksommer"

06.05.2013, 09:52 Uhr | dpa-AFX , AFP , t-online.de

 Metall-Tarifstreit: Porsche-Betriebsrat droht mit "Streiksommer". Bei Porsche braut sich ein Arbeitskampf zusammen (Quelle: dpa)

Bei Porsche braut sich ein Arbeitskampf zusammen (Quelle: dpa)

Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie hat Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück den Arbeitgebern mit einem "Streiksommer" gedroht. "Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Frechheit", sagte Hück der "Bild"-Zeitung. Wenn bis Pfingsten keine Einigung erzielt sei, würde eine Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder abgehalten, ab Juni könnte es dann einen Arbeitskampf geben.

Die Porsche-Beschäftigen gehören zwar zu VW, fallen aber nicht unter den dortigen Haustarifvertrag, über den ab Montag wieder verhandelt wird. Für sie gilt der Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie. "Respektlos den fleißigen Mitarbeitern gegenüber, die Milliardengewinne erarbeitet haben" nannte Hück die Vorschläge der Arbeitgeber: 2,3 Prozent mehr bei 13 Monaten Laufzeit, davor sollen zwei Nullmonate liegen.

Gewerkschaft will 5,5 Prozent mehr

Die IG Metall fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Schlüsselbranche 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Die Verhandlungen gehen am Dienstag (7. Mai) zunächst im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg weiter.

Vor diesem Termin erhöhte Hück verbal den Druck, falls die Arbeitgeber sich nicht bewegen. Sollte nach einer Urabstimmung der Arbeitskampf ausbrechen, "hätten wir einen heißen Streiksommer für soziale Gerechtigkeit, der sich gewaschen hat", sagte Hück der Zeitung. Wie bei einer Zahnpastatube werde man solange drücken, bis oben ordentlich etwas rauskomme.

Arbeitgeber: "Angebot ist vernünftig und fair"

Der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall-Arbeitgeber, Bertram Brossardt, wies in der Zeitung die Streikdrohung zurück und forderte die IG Metall zum Einlenken auf. "Unser Angebot ist vernünftig und fair."

Warnstreiks gehen in vielen Regionen weiter

Die IG Metall hat seit dem 1. Mai bereits zu zahlreichen Warnstreiks aufgerufen. Am Montag sollten Arbeitnehmer in vielen Regionen erneut zeitweise ihre Arbeit niederlegen. Tausende Beschäftigte in fast allen Teilen Nordrhein-Westfalens werden laut Gewerkschaft in den Warnstreik treten. Die größte Aktion ist in Unna geplant.

Auch im Südwesten will die IG Metall nach der Pause am Wochenende die Warnstreiks wieder aufnehmen. Wie schon am vergangenen Donnerstag und Freitag sollen die Arbeitsniederlegungen Firmen im ganzen Land treffen. An vielen Standorten sind Kundgebungen geplant, unter anderem beim Autohersteller Audi in Neckarsulm.

Im Tarifbezirk Küste begannen die Arbeitsniederlegungen bereits am Morgen, geplant waren dort Aktionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

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