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Niedriglöhne bei Bio-Einzelhändler Denn's

Presse: Niedriglöhne bei Bio-Einzelhändler Denn's

29.05.2013, 11:51 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Niedriglöhne bei Bio-Einzelhändler Denn's. Mitarbeiter der Bio-Kette Denn's kritisieren Niedriglöhne und Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz (Quelle: dpa)

Mitarbeiter der Bio-Kette Denn's kritisieren Niedriglöhne und Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz (Quelle: dpa)

Das passt so gar nicht zum eigentlichen Image der Bio-Branche: Nach Alnatura ist nun auch Deutschlands größte Bio-Supermarktkette in die Negativschlagzeilen geraten. Die Tageszeitung "taz" berichtet von Niedriglöhnen und Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz beim Bio-Einzelhändler Denn's.

Wie die "taz" berichtet, liegen die Löhne, die der Bio-Händler seinen Mitarbeitern zahlt, teilweise unter der für den Einzelhandel vereinbarten Untergrenze. Zudem seien längere Arbeits- und zu kurze Pausen- und Ruhezeiten an der Tagesordnung, sagten Angestellte des Unternehmens der "taz".

Ein ehemaliger Filialleiter habe geschildert, wie er die Personaleinsatzpläne frisiert habe, "damit es ordentlich aussieht.“ und Verkäuferinnen berichten von einer häufigen Unterschreitung der gesetzlichen Ruhezeit, die derzeit bei elf Stunden liegt.

Tarife nur für die breite Masse

Nach Angaben des "Handelsblatt" rechtfertig der Unternehmens-Chef Thomas Greim, die Tatsache, dass er den Angestellten eine Tariflohn verwehre mit der Begründung, dass Kunden, die Fragebedürfnisse hätten oder menschliche Nähe suchten, mehr Zeit kosten, damit aber keine Wertschöpfung verbunden sei.

Zudem seine Tarifverträge für die breite Masse von Discountern, die deutlich mehr Umsatz pro Mitarbeiter generierten, erläutert Greim weiter.

Jedoch biete das Unternehmen den Angestellten im Gegenzug pünktliche Lohnzahlung, Einkaufsrabatte für Mitarbeiter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Jahressonderzahlungen, hieß es von Unternehmensseite auf Anfrage des "Handelsblatt".

Lohndumping auch bei Alnatura

Schon früher machte der Bio-Supermarkt Alnatura mit Dumpinglöhnen auf sich aufmerksam. Der niedrigste Stundenlohn einer Alnatura-Verkäuferin lag 2010 bei 7,50 Euro. Das waren 16 Prozent weniger als das geringste Gehalt im damals aktuellen Tarifvertrag, berichtet "Handelsblatt". Kurz danach kündigte das Unternehmen an nach Tarif bezahlen zu wollen, trat jedoch nicht dem Arbeitgeberverband bei, wonach die Mitarbeiter keinen verbindlichen Rechtsanspruch auf den Tarif hätte.

Das Geschäft mit den Bio-Lebensmittel boomt: Gerade erst vermeldete Alnatura rasanten Wachstum: In den vergangenen Monaten eröffnete das Unternehmen unter anderem in Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin und Hannover neue Märkte. In den nächsten Monaten sollen auch kleinere Städte hinzu kommen: Aachen, Ravensburg, Karlsruhe und Ulm stehen auf der Liste. Mindestens acht Neueröffnungen sind bis zum Jahresende geplant.

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