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Daimler: Müssen aus Kostengründen Leiharbeiter beschäftigen

Daimler: Müssen aus Kostengründen Leiharbeiter beschäftigen

31.05.2013, 21:30 Uhr | rtr

Daimler: Müssen aus Kostengründen Leiharbeiter beschäftigen. Gleiche Arbeit, ungleicher Lohn: Autoproduktion bei Daimler (Quelle: dpa)

Gleiche Arbeit, ungleicher Lohn: Autoproduktion bei Daimler (Quelle: dpa)

Daimler-Personalchef Wilfried Porth hat die Auslagerung von Arbeit an Fremdfirmen verteidigt. "Daimler kann es sich im internationalen Wettbewerb nicht leisten, in der gesamten Wertschöpfungskette Metalltarife zu zahlen", sagte Porth den "Stuttgarter Nachrichten" laut Vorabbericht. Der Autobauer müsse weiter an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeiten und weniger Dienstleistungen selbst erbringen. "Das Instrument dafür sind externe Anbieter."

Im Streit mit Betriebsrat

Der Konzern liegt deswegen mit seinem Betriebsrat im Streit. Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass im Unternehmen immer mehr Arbeit in der Produktion von Fremdfirmen übernommen wird. "Überall dort, wo es ums Kommissionieren, Auflegen und Abnehmen am Band geht, versucht Daimler mit Werkverträgen zu arbeiten", sagt Daimler-Betriebsrat Michael Clauss.

Solche einfachen Jobs ziehe das Unternehmen aus der Gruppenarbeit heraus, um Geld zu sparen, "das könnte um die zehn Prozent der Produktionsarbeitsplätze kosten". Dieser Trend ist in der Branche durchaus üblich: So beschäftigt auch Rivale BMW Tausende Leiharbeiter.

SWR-Reportage

Kürzlich hatte der SWR berichtet, dass an den Fließbändern bei Mercedes-Benz Arbeitnehmer beschäftigt würden, die so wenig verdienten, dass sie davon nicht leben könnten und ihren Unterhalt durch Hartz-IV-Aufstockung sichern müssten. Dazu hatte sich ein Reporter von einer Leiharbeitsfirma einstellen lassen, die diesen an die Spedition Preymesser verlieh, wo er nach Darstellung des Senders Hand in Hand mit der Stammbelegschaft von Daimler zusammenarbeitete.

Bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft war nach der Sendung eine Strafanzeige wegen des Vorwurfs illegaler Arbeitnehmerüberlassung eingegangen. Daneben hat die Staatsanwaltschaft auch einen Beobachtungsvorgang - eine Vorstufe zu formellen Ermittlungen - aufgenommen.

Daimler weist Vorwürfe zurück

Daimler hat der Darstellung der ARD widersprochen, der Autobauer trenne nicht zwischen eigenen und fremden Beschäftigten. Die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben zur Abgrenzung von Tätigkeiten von Drittfirmen genieße bei dem Dax-Konzern höchste Aufmerksamkeit. Der Geschäftsführer der Spedition Preymesser betonte, die Werkverträge seien "korrekt nach Gesetzeslage abgewickelt" worden.

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