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"Team Wallraff" auf RTL: So beuten Luxushotels Reinigungskräfte aus

"Team Wallraff": So beuten Luxushotels ihre Reinigungskräfte aus

18.06.2013, 10:24 Uhr | t-online.de

"Team Wallraff" auf RTL: So beuten Luxushotels Reinigungskräfte aus. Günter Wallraff macht immer noch Undercover - im aktuellen Fall aber nicht mehr selber (Quelle: RTL / Gregorowius/Altmann/pixelio)

Günter Wallraff macht immer noch Undercover - im aktuellen Fall aber nicht mehr selber (Quelle: RTL / Gregorowius/Altmann/pixelio)

Paketfahrer, Brötchenbäcker, Stahlarbeiter: Günter Wallraff ist bekannt als Undercover-Journalist, der im Selbstversuch Jobs mit extremen Arbeitsbedingungen beschreibt. Jetzt kümmert er sich offenbar um sein Vermächtnis: In "Team Wallraff - Reporter Undercover" hat der Sender RTL gestern gezeigt, mit welchen Methoden das Reinigungspersonal in Luxushotels zu Dumpinglöhnen beschäftigt wird. Das Besondere daran: Nicht Wallraff nahm das Putzzeug in die Hand, sondern eine junge Kollegin.

Im Einsatz zu sehen ist Pia Osterhaus, eine Reporterin aus der Redaktion von Birgit Schrowange, die für ihr Magazin "Extra" bekannt ist. Sie blickt für die Kamera hinter die Fassaden nobler Unterkünfte im ganzen Land. Dort, wo für Übernachtungen Fantasiepreise gezahlt werden, bekommen die Raumpfleger drei Euro pro Zimmer. Wenn es schlecht läuft, brauchen sie dafür eine Stunde.

Frauen aus Osteuropa am Ende der Kette

Die Dokumentation zeigt auch eine abstruse Beschäftigungskette: Ein Subunternehmer des Hotels beschäftigt andere Subunternehmer, ganz am Ende stehen meist Frauen aus Osteuropa. Auf ihre Rechte können sie kaum pochen, Tarifverträge werden umgangen, dankbar sollen sie auch noch sein: "Ich mache dir jeden Tag einen Gefallen, dass du hier arbeitest", wird einer Reinigungskraft gesagt.

Es ist Wallraffs zweite Zusammenarbeit mit RTL, aus dem Piloten vom Montag soll eventuell eine Serie werden. Den Sender habe er gewählt, um seine Anliegen bei mehr Menschen bekannt zu machen, sagte Wallraff der "Süddeutschen Zeitung": "Bei den Öffentlich-Rechtlichen erreiche ich leider zu wenige aus der Zielgruppe unter 50 Jahren. Bei RTL kann ich auch die Jüngeren ansprechen."

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