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Deutsche Löhne steigen erstmals seit 2009 stärker als in Frankreich

Deutsche Tariflöhne steigen erstmals seit 2009 stärker als in Frankreich

18.06.2013, 14:36 Uhr | rtr

Deutsche Löhne steigen erstmals seit 2009 stärker als in Frankreich. Das Lohnplus in Deutschland war insgesamt gesehen größer als bei unseren Nachbarn (Quelle: dpa)

Das Lohnplus in Deutschland war insgesamt gesehen größer als bei unseren Nachbarn (Quelle: dpa)

Dank der robusten Konjunktur sind die tariflichen Löhne 2012 in Deutschland erstmals seit drei Jahren stärker gestiegen als in Frankreich. Die Monatsverdienste in der Privatwirtschaft legten hierzulande um 2,8 Prozent zu, im Nachbarland dagegen nur um 2,1 Prozent. Seit Beginn dieser Statistik 2007 habe es diese Konstellation bislang nur 2009 gegeben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Hierzulande größere Schwankungen bei den Löhnen

Die deutsche Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent, während die französische Wirtschaft stagnierte und unter einer Rekordarbeitslosigkeit leidet. In beiden Ländern lag das Lohnplus über der Inflationsrate, die in Deutschland 2,1 Prozent und in Frankreich 2,2 Prozent betrug.

In Deutschland schwankten allerdings die Tariferhöhungen in den einzelnen Branchen stärker. Sie lagen zwischen 1,5 Prozent für den Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen und 3,2 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe. In Frankreich erhielten die Beschäftigten im Schnitt ein Plus zwischen 1,9 Prozent (Verkehr und Lagerei) und 2,4 Prozent (Verarbeitendes Gewerbe und Gastgewerbe).

Frankreich hat einen gesetzlichen Mindestlohn

Im Gegensatz zur Bundesrepublik gibt es im Nachbarland einen allgemein garantierten, gesetzlichen Mindestlohn. Dieser wird jährlich von der Regierung entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung erhöht. 2012 kletterte er zum 1. Januar um 1,6 Prozent sowie zum 1. Juli um weitere zwei Prozent auf 9,40 Euro pro Stunde. Zum 1. Januar 2013 stieg der gesetzliche Mindestlohn noch einmal um 0,3 Prozent.

In Deutschland gelten verbindliche Mindestlöhne dagegen nur in einzelnen Branchen. Sie lagen am 1. Juli 2012 zwischen sieben Euro (Mitarbeiter im Objektschutz im Osten einschließlich Berlin sowie in Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein) und 13,40 Euro (Baugewerbe in Westdeutschland). Außerdem gilt in der Zeitarbeit eine Lohnuntergrenze von 7,01 Euro in Ostdeutschland und von 7,89 Euro in Westdeutschland.

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