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Lohnschere in Deutschland öffnet sich immer weiter

Lohnschere öffnet sich weiter - Führungskräfte bekommen mehr

05.07.2013, 08:13 Uhr | AFP, dpa-AFX

Lohnschere in Deutschland öffnet sich immer weiter. In Deutschland geht die Lohnschere weiter auseinander (Quelle: imago images)

In Deutschland geht die Lohnschere weiter auseinander (Quelle: imago images)

Die Einkommensunterschiede in Deutschland werden immer größer. Die Lohnschere hat sich in den vergangenen Jahren weiter geöffnet. Arbeitnehmer in leitenden Positionen steigerten zwischen 2007 und 2012 ihre Bezüge deutlicher als Bezieher niedrigerer Einkommen, wie das Statistisches Bundesamt mitteilte. Dennoch verzeichneten alle Einkommensgruppen unter dem Strich ein Plus, da der Anstieg der Verbraucherpreise mit 8,3 Prozent deutlich niedriger ausfiel als die Gehaltszuwächse von durchschnittlich 12,2 Prozent.

Führungskräfte mit 15,5 Prozent Plus

Die Einkommen leitender Beschäftigter stiegen den Statistikern zufolge in den vergangenen fünf Jahren um 15,5 Prozent, die Einkommen herausgehobener Fachkräfte um 12,8 Prozent. Fachkräfte (plus 10,9 Prozent), angelernte Arbeitnehmer (plus 10,0 Prozent) und ungelernte Beschäftigte (plus 9,8 Prozent) hatten hingegen unterdurchschnittliche Lohnzuwächse.

Auf ein zunehmendes Lohngefälle hatten zuvor bereits aktuelle Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hingewiesen. Laut den im Juni veröffentlichten IAB-Zahlen sanken zwischen 2005 und 2010 die Einkommen der Vollzeitbeschäftigten, die zu den unteren zehn Prozent auf der Entgeltskala gehören, inflationsbereinigt um sechs Prozent. Bei den oberen zehn Prozent stiegen die Bezüge hingegen um rund ein Prozent.

Gesetzlich verankerter Mindestlohn fehlt

Als einen Grund für die zunehmende Lohnspreizung nannte der Arbeitsmarktexperte des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, Alexander Herzog-Stein, das Fehlen eines gesetzlichen Mindestlohns. "Es war politischer Wille, in Deutschland einen Niedriglohnsektor zu etablieren", sagte Herzog-Stein. "Durch das gleichzeitige Fehlen eines gesetzlich verankerten Mindestlohns ist das ganze Lohngefüge nach unten gerutscht."

Notwendig sei zudem eine Stabilisierung des Tarifvertragssystems durch die Politik, beispielsweise durch weitere Allgemeinverbindlichkeitserklärungen, sagte Herzog-Stein. "Tarifverträge brauchen ein stabiles Gerüst, auf dem sie aufbauen können."

Real-Einkommen leicht gesunken

Zu Beginn dieses Jahres verdienten die Arbeitnehmer in Deutschland laut Statistischem Bundesamt etwas schlechter als zuvor. Im ersten Quartal stiegen demnach zwar die Löhne und Gehälter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 1,4 Prozent, die Verbraucherpreise legten aber im selben Zeitraum um 1,5 Prozent zu. Unter dem Strich sanken die Einkommen damit um 0,1 Prozent. Grund für das leichte Minus war den Statistikern zufolge, dass Sonderzahlungen geringer ausfielen und dass die bezahlte Wochenarbeitszeit zurückging.

Vollzeitbeschäftigter verdient im Schnitt knapp 3400 Euro brutto

Die Bruttostundenverdienste ohne Zulagen lagen hingegen mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent über der Inflationsrate. Durchschnittlich verdiente ein Vollzeitbeschäftigter monatlich 3398 Euro brutto ohne Sonderzulagen. Die niedrigsten Entgelte wurden im Gastgewerbe gezahlt (2008 Euro). Mehr als das Doppelte konnten im Schnitt die Beschäftigten von Banken und Versicherungen (4543 Euro) sowie von Energieversorgern (4477 Euro) verdienen.

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