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Folgen von 8,50 Euro Mindestlohn: Taxifahren würde 20 Prozent teurer werden

Folgen von Mindestlohn  

Taxifahren würde 20 Prozent teurer werden

18.10.2013, 18:01 Uhr | bv, t-online.de

Folgen von 8,50 Euro Mindestlohn: Taxifahren würde 20 Prozent teurer werden. Das Taxi-Gewerbe würde sich einem Mindestlohn von 8,50 Euro nicht verschließen - aber bezahlen müssen das natürlich die Kunden (Quelle: dpa)

Das Taxi-Gewerbe würde sich einem Mindestlohn von 8,50 Euro nicht verschließen - aber bezahlen müssen das natürlich die Kunden (Quelle: dpa)

Die Deutschen sind für den Mindestlohn: Laut ZDF-Politbarometer sprechen sich 83 Prozent für eine flächendeckende Lohnuntergrenze von 8,50 Euro aus. Doch offenbar haben sich die wenigsten Gedanken über die Auswirkungen einer solchen Maßnahme gemacht. Eine Folge könnte beispielsweise sein, dass Taxifahrten um 20 bis 25 Prozent teurer werden. Das hat das Taxigewerbe von einem Gutachter ausrechnen lassen. Was nach nach einer interessengetriebenen Einladung zur Erhöhung der Fahrpreise klingt, offenbart jedoch einige Probleme der Branche.

Denn zum einen arbeiten viele Betriebe zu den gegenwärtigen Tarifen nur dann kostendeckend, wenn sie auf eine relativ hohe Auslastung von 60 Prozent kommen. Zum anderen hat die Branche offensichtlich Schwierigkeiten, für den aktuell gebotenen Lohn genügend und vor allem qualifiziertes Personal zu finden.

Taxifahrer-Löhne offenbar häufig unattraktiv

"Es ist völliger Unfug, sich gegen einen Mindestlohn zu wehren und geringere Stundenlöhne aufzurufen. Wir begegnen dem Personalmangel in der Branche nur, wenn wir auch ordentlich bezahlen", sagte der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes (BZP), Michael Müller, am Rande der Jahreshauptversammlung in Würzburg.

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Aus dem Gutachten des Steuerberaters Michael Ziegler für den BZP geht hervor, dass im Taxigewerbe offenbar Stundenlöhne von 6,50 Euro vorherrschen. Das gilt sowohl für die Angestellten als auch für die selbst fahrenden Unternehmer. Durch den Mindestlohn würden die Gesamtkosten eines Modellbetriebs - mit einem Festfahrer und einer Aushilfe - um 18 Prozent steigen.

Musterfahrt wird sogar 30 Prozent teurer

Eine Musterfahrt mit sieben Kilometern Strecke und fünf Minuten Wartezeit kostet demnach derzeit 17,38 Euro. Nach den Tarifanpassungen durch den Mindestlohn würden die Kosten auf 20,59 Euro klettern. Das wäre sogar ein Plus von 30 Prozent.

Das Taxigewerbe rechnet damit, dass die Einführung eines Mindestlohns wegen derzeit noch laufender Tarifverträge eine Überbrückungsfrist von mindestens zwei Jahren benötigen würde. Da außerdem Schüler, Kranke oder Behinderte befördert würden, müssten auch die Ausschreibungen der öffentlichen Hand und der Krankenkassen angepasst werden.

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