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Unternehmen warnen vor Einheits-Mindestlohn: Gefahr bei Großer Koalition

Gefahr bei Großer Koalition  

Familienfirmen warnen vor Einheits-Mindestlohn

23.10.2013, 11:36 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Unternehmen warnen vor Einheits-Mindestlohn: Gefahr bei Großer Koalition. Viele Friseure arbeiten für deutlich weniger als 8,50 Euro in der Stunde (Quelle: imago/Steffen Schellhorn)

Viele Friseure arbeiten für deutlich weniger als 8,50 Euro in der Stunde (Quelle: imago/Steffen Schellhorn)

Einheitliche Mindestlöhne werden in den gerade beginnenden Koalitionsverhandlungen von Union und SPD zum Thema werden. Schon jetzt aber haben die Familienunternehmen in Deutschland davor gewarnt, eine grundsätzliche Lohnuntergrenze festzulegen und die Steuern zu erhöhen.

Lohngrenzen nicht Sache der Politik

"Natürlich sagt jeder Bürger, man solle von seinem Geld auch leben können - aber differenziert nach Branchen und Regionen", mahnte der Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer, Lutz Goebel. Es könne nicht Aufgabe der Politik sein, solche Dinge festzulegen, sondern es sei Sache der Tarifpartner.

"Das halte ich für sehr, sehr kritisch", sagte Goebel. Besonders betroffen von einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn von etwa 8,50 Euro wären laut Verband Schulabbrecher und Niedrig-Qualifizierte.

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Kein Grund für Steuererhöhungen

Die Gefahr einer Großen Koalition ist Goebel zufolge immer, dass dies für Bürger und Wirtschaft teuer werde: "Da wird sehr viel verteilt, und am Ende fehlt das Geld und es werden Steuern oder Sozialabgaben erhöht." Dabei gebe es überhaupt keinen Grund für Steuererhöhungen: "Die Steuereinnahmen sprudeln deshalb so, weil die Steuersätze vernünftig sind."

Für die Energiewende dagegen ist eine Große Koalition Goebel zufolge eine günstige Konstellation: "Die SPD ist industrienah genug, so dass vernünftige Lösungen möglich sind, die den Markt wieder in den Mittelpunkt nehmen." Auch müssten Schulden weiter abgebaut und Subventionen gleichmäßig nach dem Rasenmäherprinzip gekürzt werden.

Wettbewerbsfähigkeit stärken

Grundsätzlich müsse Schwarz-Rot die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wieder in den Mittelpunkt stellen. "Das ist in den vergangenen zwei Jahren ein wenig aus den Augen verloren gegangen", kritisierte der Familienunternehmer. Während andere Volkswirtschaften fitter werden, lebe Deutschland zum Teil von den Lorbeeren der Vergangenheit.

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