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EZB und Fed: Draghi verdient mehr als doppelt so viel wie Yellen

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Draghi verdient mehr als doppelt so viel wie Yellen

20.02.2014, 19:22 Uhr | dpa

EZB und Fed: Draghi verdient mehr als doppelt so viel wie Yellen. EZB-Präsident Mario Draghi kann sich über ein Spitzengehalt freuen (Quelle: Reuters)

EZB-Präsident Mario Draghi kann sich über ein Spitzengehalt freuen (Quelle: Reuters)

In der Regel verdienen in den USA Top-Manager oder Politiker oft deutlich mehr als ihre Kollegen in Europa. Dennoch: EZB-Präsident Mario Draghi hat im vergangenen Jahr 378.240 Euro verdient. Er bekommt damit mehr als doppelt soviel wie sein Pendant bei der US-Notenbank Fed, Janet Yellen. Yellen soll in diesem Jahr 201.700 US-Dollar (knapp 147.000 Euro) erhalten. Das Gehalt von Draghis Stellvertreter Vitor Constancio lag den EZB-Zahlen zufolge 2013 bei 324.216 Euro.

Damit gehört Dragi zu den Spitzenverdienern in seiner Branche. Aber auch über den Gewinn der Europäischen Zentralbank (EZB) kann sich der Italiener freuen. Wegen den Zinseinnahmen und deutlich geringer ausgefallenen Rückstellungen im vergangenen Jahr ist der Gewinn merklich gestiegen. Er sei von 995 Millionen im Jahr 2012 auf 1,44 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr nach oben geklettert, teilte die EZB in Frankfurt mit. Die Risikovorsorge lag bei 403 Millionen Euro, nach 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Der Überschuss rührt vor allem auch von Zinseinnahmen aus dem Anleiheprogramm SMP her, das im September 2012 ausgelaufen ist. Das Programm wurde zur Stützung kriselnder Euro-Staaten aufgelegt. Die Einnahmen gingen auf 962 Millionen Euro zurück (2012: 1,11 Milliarden Euro). Grund für den sinkenden Gewinn ist, dass immer mehr Anleihen ausgelaufen sind. Allein griechische Papiere warfen Erträge in Höhe von 437 Millionen Euro ab. Unter dem aktuellen Anleihekaufprogramm OMT hat die EZB noch keine Papiere gekauft. Sollte das so bleiben, dürften die Erträge aus dem Programm weiter sinken, da die EZB die Anleihen auslaufen lässt.

Fast der gesamte Überschuss (1,43 Milliarden Euro) wird an die nationalen Zentralbanken überwiesen. Auf die Bundesbank dürften davon entsprechend ihres Kapitalanteils an der EZB etwa 27 Prozent entfallen. Die Auswirkungen auf den Bundesbankgewinn lassen sich noch nicht abschätzen. Die Bundesbank legt bei der Risikorückstellungen andere Kriterien an als die EZB. Der Bundesbankgewinn wird an das Bundesfinanzministerium abgeführt. Die Gewinne aus den griechischen Anleihen sollen vom Finanzministerium an Athen abgeführt werden.

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