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Deutsche Manager fühlen sich unterbezahlt

Einkommens-Studie  

Deutsche Manager fühlen sich unterbezahlt

28.02.2014, 09:30 Uhr | t-online.de

Deutsche Manager fühlen sich unterbezahlt. Das Anforderungsprofil für Manager verändert sich - gleich bleibt jedoch das Verlangen nach einem ansprechenden Gehalt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Anforderungsprofil für Manager verändert sich - gleich bleibt jedoch das Verlangen nach einem ansprechenden Gehalt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutschlands Manager sind unzufrieden mit ihrem Verdienst und wünschen sich dementsprechend mehr Gehalt. Zudem wollen die jüngeren Führungskräfte zusätzlich mehr Freizeit. Das Streben nach mehr Führungsverantwortung gerät dagegen immer mehr in den Hintergrund. Das geht aus einer Studie der Personalberatungsfirma Odgers Berndtson hervor.

Leistung klar definieren und vergüten

Egal ob Vertreter eines Unternehmens oder Manager auf unteren Führungsebenen: Rund die Hälfte aller befragten Manager fühlt sich nicht angemessen bezahlt und wünscht sich sich eine Verbesserung der leistungsorientierten Vergütung in seinem Unternehmen. Der Wunsch nach mehr Geld zieht sich durch alle Branchen und steht auf allen Hierarchieebenen auf Platz Eins.

Zugleich verlangen deutsche Manager eine transparentere Bezahlung: "Eine Beteiligung am eher abstrakt empfundenen Unternehmensergebnis reicht nicht aus", sagte Jürgen van Zwoll, Partner bei Odgers Berndtson und Leiter der Studie im Gespräch mit der "Welt". "Die geforderte Leistung muss klar definiert und gemessen werden können, um Enttäuschungen zu vermeiden", fügte er hinzu.

Mehr Kommunikation zwischen den Führungsebenen

Neben dem Wunsch nach mehr Geld wünschen sich 40 Prozent der Befragten einen besseren und häufigeren Austausch mit dem Top-Management.

Junge Manager wollen mehr Flexibilität statt Führung

Insbesondere für junge Manager haben sich der Studie zufolge trotz der Forderung nach einer höheren Bezahlung die Karrieremotivationen verändert. Mehr als ein Drittel strebt demnach nicht mehr nach einer Führungsposition, sondern nach mehr Flexibilität - flexible Arbeitszeiten und die Balance zwischen Beruf und Privatleben werden immer wichtiger. Firmen mit dem Angebot von Home Office und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden bei der Auswahl von jungen Führungskräften hier klar bevorzugt.

So sprechen sich unter den Managern im Alter von 34 Jahren und jünger 52 Prozent für den Ausbau von Home Offices aus, 48 Prozent wollen flexiblere Arbeitsbedingungen. "Das gehört für die neue Führungsgeneration ganz selbstverständlich dazu", sagte Studienleiter van Zwoll der Zeitung.

Vor allem Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer träumten von einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hier könne man van Zwoll zufolge noch nachbessern, berichtet die "Welt".

Zuhören statt befehlen

Der Studie zufolge setzt in den Unternehmen zudem eine Veränderung bezüglich der Führungsqualität ein. Das Anforderungsprofil verändere sich wie folgt: Zuhören statt autoritärer Führung, langfristige Entscheidungen weichen kurzfristigen Strategien. Zudem nehme eine Führungsmüdigkeit zu: "Die Freude an der Führungsaufgabe als treibende Motivation für die eigene Karriere ist rückläufig", heißt es in der Studie. Besonders alarmierend seien die Werte der Jüngeren und der Frauen. Beide Gruppen haben demnach wenig Interesse, Führungsverantwortung zu übernehmen.

An der Studie haben knapp 1200 Manager teilgenommen. Etwa 60 Prozent der Befragten waren Führungskräfte im Alter von 34 bis 48 Jahren, rund 38 Prozent waren älter als 49 Jahre, was laut der Untersuchung auf den hohen Anteil der Befragten auf den oberen Führungsebenen zurückzuführen sei.

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