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Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst bringt deutliches Lohnplus

Tarifeinigung  

Deutliche Lohnerhöhung im Öffentlichen Dienst

02.04.2014, 10:56 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Tarifeinigung im Öffentlichen Dienst bringt deutliches Lohnplus. Zufrieden mit der Tarifeinigung für den Öffentlichen Dienst: Innenminister Thomas de Maiziere ( li.) und Ver.di-Chef Frank Bsirske  (Quelle: dpa)

Zufrieden mit der Tarifeinigung: Innenminister Thomas de Maiziere ( li.) und Ver.di-Chef Frank Bsirske (Quelle: dpa)

Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich am Dienstagabend in Potsdam auf ein überraschend kräftiges Lohn-Plus für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen geeinigt. Rückwirkend zum 1. März steigen deren Gehälter um drei Prozent. Im kommenden Jahr gibt es im Öffentlichen Dienst nochmals 2,4 Prozent mehr. Die Tarifkommissionen beider Seiten stimmten diesem zuvor von den Verhandlungsführern erzielten Kompromiss zu.

Geringverdiener besonders begünstigt

Besonders deutlich sollen die Gehälter von Geringverdienern angehoben werden. Ihre Bezüge werden monatlich um mindestens 90 Euro monatlich steigen. Für die untersten Einkommensgruppen bedeutet dies ein Plus von bis zu 7,6 Prozent.

Ver.di und der dbb-Beamtenbund hatten einen Sockelbetrag von 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert. Zugleich ging es ihnen um einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen pro Jahr und Verbesserungen für Auszubildende. Die Arbeitgeber hatten in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein konkretes Angebot vorgelegt.

Verbesserte Kassenlage

Schon zu Beginn der für zwei Tage anberaumten dritten Gesprächsrunde hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften zuversichtlich gezeigt, zu einem Tarifabschluss zu kommen. Der Verhandlungsführer des dbb-Beamtenbundes, Willi Russ, verwies auf die verbesserte Kassenlage der öffentlichen Hand. Dies schaffe Raum für deutliche Einkommenszuwächse. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hatte sich im Deutschlandfunk ebenfalls optimistisch gezeigt.

Keine Tarifregelung für Lehrer

Für den öffentlichen Dienst der Länder war im März 2013 ein Abschluss erzielt worden, ebenfalls in der dritten Verhandlungsrunde. Danach gab es rückwirkend ein Plus von 2,65 Prozent ab Januar 2013 und weitere 2,95 Prozent für 2014. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Keine Tarifregelung gab es für Lehrer.

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